Wirtschaft : Auf Onkel Mehmet kommen Probleme zu

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Was früher Tante Emma war, ist heute Onkel Mehmet. Türkische Lebensmittelhändler gibt es in deutschen Großstädten mittlerweile fast an jeder Ecke, bei deutschen Kunden erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit. Je mehr Deutsche in die Türkei reisen, desto stärker wird die Nachfrage nach türkischen Spezialitäten, hat das Essener Zentrum für Türkeistudien festgestellt. In den meist kleinen Läden werden die Waren oft auch nach Feierabend in die Tüten gepackt. "Mit den Ladenöffnungszeiten nehmen es türkische Händler nicht immer so genau", sagte Faruk Sen, der Direktor des Zentrums am Dienstag in Berlin. In einer Studie hat das Institut für den Verband türkischer Lebensmittelimporteuere in Europa (Türkimport) den türkischen Lebensmittelmarkt in Deutschland untersucht. Danach machen kleine Familienbetriebe mit 73 Prozent immer noch den Löwenanteil unter den rund 23 000 türkischen Einzelhändlern in Deutschland aus. Die 115 000 Beschäftigten erwirtschafteten einen Umsatz von 19,3 Milliarden Mark. Laut Sen werden nicht einmal 15 Prozent der Waren in der Türkei eingekauft, als Hauptgrund nennt er hohe Einfuhrzölle. Türkische Supermärkte machen den "Onkel Mehmets" das Leben zunehmend schwer. 350 Großhändler erwirtschaften mit 6,3 Milliarden Mark bereits ein Drittel des Gesamtumsatzes.

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