Wirtschaft : Auf schwierigem Kurs Hohe Treibstoffpreise schmälern Gewinn LUFTHANSA

Frankfurt am Main - Die Krisen in Japan und Nordafrika werden der Deutschen Lufthansa noch weiterhin Probleme bereiten. Finanzvorstand Stephan Gemkow bezifferte die möglichen Jahresverluste am Donnerstag auf etwa 200 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr hatten Tsunami und Atomkatastrophe im Verkehr mit Japan bereits 79 Millionen Euro Verlust gebracht, die politischen Unruhen in Arabien führten zu einem Minus von 38 Millionen Euro, wie der Manager berichtete.

Zusätzlich belasteten die hohen Treibstoffpreise die Halbjahresbilanz des Unternehmens. In der ersten Jahreshälfte beförderte die Lufthansa zwar die Rekordzahl von 50,2 Millionen Passagieren – ein Plus von zehn Prozent. Unter dem Strich wies die Passagiersparte aber einen Verlust von 239 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor hatte sie infolge der Flugausfälle nach dem Vulkanausbruch in Island mit 342 Millionen Euro in den roten Zahlen gesteckt.

Im Passagiergeschäft schrieb einzig die Konzerntochter Swiss schwarze Zahlen. Die Fluglinien unter der Marke Lufthansa sowie die Töchter Austrian Airlines, British Midland und Germanwings konnten die Belastungen nicht ausgleichen. Die Verluste kompensierte Lufthansa vor allem mit Einkünften aus dem Frachtgeschäft.

Der Konzern verbuchte im Halbjahr einen kleinen operativen Gewinn von drei Millionen Euro (2010: - 171 Mio), Der Konzernumsatz kletterte um elf Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Der Vorstand bestätigte seine Ziele, Umsatz und Ergebnis von 2010 zu übertreffen. Die Aktie verlor dennoch fast drei Prozent. dpa

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