Wirtschaft : Aufschwung erfasst die Hightech-Branche

Haushalte und Unternehmen investieren kräftig

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Berlin - Die Unternehmen aus der Branche Informationstechnik und Telekommunikation blicken immer optimistischer in die Zukunft. Drei von vier Unternehmen hier zu Lande erwarteten in diesem Jahr steigende Umsätze, sagte Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbandes Bitkom, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Trotzdem würden die Preise wegen des scharfen Wettbewerbs in vielen Sektoren weiter sinken.

„Das erste Halbjahr ist für die Branche richtig gut gelaufen“, freute sich Berchtold. „Es wird wieder kräftig investiert, von der Wirtschaft gleichermaßen wie von Privathaushalten.“ In der Bundesrepublik arbeiten in dem Wirtschaftszweig rund 750 000 Menschen, sie sollen in diesem Jahr laut Bitkom-Prognose 173,4 Milliarden Euro erwirtschaften. Alle drei Monate befragt Bitkom die Unternehmen nach ihrer Lage und ihren Plänen für die kommenden Monate.

Gegenüber dem Jahresanfang habe sich die Stimmung weiter verbessert, sagte Berchtold. Die Computermesse Cebit habe den Herstellern einen zusätzlichen Schub gegeben. Jetzt erwarteten 43 Prozent der befragten Firmen sogar ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent, das Wachstum der gesamten Branche veranschlagte der Verbandschef auf 2,4 Prozent. Das ist stärker als die Gesamtwirtschaft, die etwa um zwei Prozent zulegen wird. Software-Anbieter und IT-Dienstleister seien derzeit die Zugpferde. Zugleich dämpfte Berchtold Hoffnungen auf einen spürbaren Stellenzuwachs. Zwar stellten vor allem mittelständische Firmen derzeit Personal ein – zugleich aber halte der Stellenabbau bei großen Konzernen an.

Für die Kunden werde es zu Preissenkungen in umkämpften Segmenten kommen, kündigte der Verband an – der Mobilfunk beispielsweise sei im Jahresvergleich um zehn Prozent billiger geworden, „und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“. Auch im Telefonfestnetz gehe es hart zur Sache. Das mache den Unternehmen zu schaffen.brö

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