Wirtschaft : Aufsicht fordert Kooperation bei Derivaten

Frankfurt am Main - Die Derivatebranche und die Finanzaufseher sollen bei der Abwicklung von Produkten über zentrale Verrechnungsstellen enger zusammenarbeiten. Die Internationale Vereinigung der Wertpapieraufsichtsbehörden Iosco, die Regulierungsbehörden aus zahlreichen Ländern vertritt, empfahl am Mittwoch eine engere Kooperation auf dem Gebiet der spekulativen Finanzprodukte. Iosco will verhindern, dass die Branche die Abwicklung bestimmter Produkte umgeht, weil diese zu teuer sein könnte. Aufsichtsbehörden in aller Welt arbeiten an neuen Vorschriften, um den rund 700 Billionen schweren außerbörslichen Derivatemarkt strenger zu regulieren. Damit wollen sie das Risiko künftiger Finanzkrisen verringern, denn der weitgehend unregulierte außerbörsliche Derivatehandel gilt vielfach als Auslöser oder zumindest Verstärker der Finanzkrise von 2008. Iosco hat die Vorschläge auf Bitten der G20-Länder erarbeitet. Die Empfehlungen spiegeln die Regulierungsmaßnahmen wider, die in Japan, den USA, Hongkong und Singapur bereits eingeführt werden. rtr

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