Wirtschaft : Auftrieb für die Windenergie EU-Kommission will neue Projekte unterstützen

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Brüssel – Die Windenergie ist im Aufwind: EUEnergiekommissar Andris Piebalgs hat der Branche am Donnerstag weitere Unterstützung für neue Projekte in der Windkraft versprochen. Die Europäische Kommission werde die Entwicklung größerer Anlagen und neuer Märkte fördern, versprach Piebalgs beim Gründungskongress des Weltrats für Windenergie in Brüssel. Die Entwicklung neuer Märkte umfasst zum Beispiel auch Fördermaßnahmen zur Errichtung neuer Windräder auf hoher See.

Die Förderung soll jedoch noch nicht einheitlich stattfinden. Nach Ansicht Piebalgs ist es für ein vereinheitlichtes Förderprogramm noch zu früh. Ein Beispiel hierfür wäre, EU-weit bestimmte Regeln zur Einspeisung des Windstroms in die Elektrizitätsnetze festzuschreiben.

Die Vorteile, die sich durch die Windenergie ergeben, sind dabei vielschichtig. Neben dem ökologischen Nutzen der Windenergie gebe es noch zahlreiche Vorteile, wie der Kommissar nach Angaben seiner Behörde vom Donnerstag betonte. Hierzu gehöre vor allem der positive Nutzen für die Wirtschaft. Die Umsätze steigen, und die Branche macht Gewinne. In Europa sind im Moment mehr als 70000 Menschen in der Windenergiebranche beschäftigt. Die Industrie setzt mittlerweile 5,7 Milliarden Euro um. Wie gut die Windenergie die Wirtschaft ankurbelt, zeigen auch die Zahlen der neuen Windkraftanlagen. Die Anlagen, die im vergangenen Jahr weltweit aufgestellt wurden, stammen zu 72,4 Prozent von europäischen Herstellern. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre sei die Kapazität der Windenergie in der EU um 20 Prozent angewachsen. Dadurch schaffen es die Windräder der EU inzwischen, den Ausstoß schädlicher Kohlendioxide um 50 Millionen Tonnen pro Jahr zu verringern.

Neben den positiven Auswirkungen für Wirtschaft und Umwelt betont Piebalgs auch die Versorgungssicherheit: Die Windkraft verringere die Abhängigkeit der Europäer von Öl- und Gasimporten. Der Kommissar verspricht, weiter für das ehrgeizige Ziel eines zwölfprozentigen Anteils erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch in der EU einzutreten. Der Präsident des Weltrates für Windenergie, Arthuros Zervos, hatte am Mittwoch einen sechsprozentigen Anteil der Windkraft in Europa bis 2010 als realistisch bezeichnet. dpa

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