Wirtschaft : Aus den Unternehmen: Gilette reduziert seine Belegschaft und weitere Meldungen

15 Kandidaten für BMW-Werk

Die meisten Bewerber für das neue BMW-Werk sind bereits aus dem Rennen. "Dem größten Teil der Bewerber mussten wir eine Absage erteilen", sagte ein Sprecher der BMW AG am Dienstag. Der "erste Sichtungsprozess" sei in den nächsten Wochen abgeschlossen. Insgesamt reichten etwa 200 Städte und Regionen aus ganz Europa eine Bewerbung bei BMW ein. Wegen der Milliardeninvestitionen und der mehreren tausend Arbeitsplätze ist das Gedränge groß. Nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung" ist die Zahl der Standorte, die noch in der engeren Wahl sind, auf 15 geschrumpft. Darunter seien unter anderem Halle und Magdeburg. dpa

Intertainment hat Ärger

Nach einer drastischen Korrektur der Umsatz- und Gewinnprognose hat der Medienkonzern Intertainment jetzt Ärger mit seinem US-Partner Franchise Pictures. Es gebe "Differenzen in der Geschäftsbeziehung", teilte die Intertainment AG mit. Daher seien Verhandlungen über die bestehenden Verträge aufgenommen worden. Wegen der Verschiebung von Geschäftsabschlüssen rechnet das Unternehmen noch mit 170 Millionen Mark Umsatz und einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 60 Millionen Mark, hieß es. Ursprünglich hatte die am Neuen Markt notierte Firma mit 290 Millionen Mark und 84 Millionen Mark kalkuliert. dpa

Randstad will sparen

Die niederländische Randstad-Gruppe, die als Vermittler von Zeitarbeitskräften nach eigenen Angaben Marktführer in den Benelux-Ländern und Deutschland ist, will im kommenden Jahr 65 Millionen Euro sparen. Dabei gehe es im wesentlichen um die Verringerung der Personalkosten, Veränderungen im Netz der Niederlassungen und bessere Nutzung der Infrastruktur. dpa

Silicon Sensor optimistischer

Der Berliner Spezialchip-Hersteller Silicon Sensor hat seine Umsatzplanung für 2001 angehoben. Erwartet wird eine Steigerung um 70 Prozent auf 19,9 Millionen Mark. Bisher war von 15,3 Millionen Mark ausgegangen worden. dpa

Gillette entlässt 2700 Leute

Die Gillette Company will in den kommenden zwölf Monaten weltweit 2700 Mitarbeiter entlassen, das sind acht Prozent der Belegschaft. Außerdem werden acht Fabriken und 13 Vertriebszentren geschlossen. Die Umstrukturierung soll jährlich 125 Millionen Dollar an Kosten sparen. dpa

Bayer baut Werk in Belgien

Bayer baut mit der US-Firma Lyondell Chemical für etwa eine Milliarde Mark eine Produktionsanlage in der Nähe von Rotterdam. Von 2003 an sollen in Maasvlakte Vorprodukte für Polyurethane hergestellt werden. Der weltweite Bedarf für Polyurethane, die als Werk- und Schaumstoffe in vielen Industriezweigen Verwendung finden, wachse um etwa fünf Prozent pro Jahr. Bayer erzielte in diesem Bereich mit 4700 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von gut vier Milliarden Mark. dpa

Real Estate steigert Ergebnis

Die börsennotierte Deutsche Real Estate AG, Bremerhaven, wird das Jahr 2000 mit höherem Gewinn abschließen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werde sich um 60 Prozent auf 13 Millionen Mark erhöhen. Der Gewinnanstieg resultiere aus den höheren Mieteinnahmen. Das Unternehmen habe inzwischen Immobilien im Wert von 1,4 Milliarden (Vorjahr: eine Milliarde) Mark. dpa

LVMH will Donna Karan

Der französische Luxuswarenkonzern LVMH Louis-Vuitton-Moët-Hennessy will das New Yorker Modehaus Donna Karan International für 195 Millionen Dollar kaufen. LVMH hat 8,50 Dollar je Donna-Karan-Aktie offeriert. Das entspricht einem Aufgeld von 74 Prozent gegenüber dem Kurs vom vergangenen Freitag. Donna Karan International wurde 1984 gegründet und ist eine der führenden amerikanischen Damenoberbekleidungsfirmen. dpa

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