Wirtschaft : Aus den Unternehmen: Immobilien belasten Dresdner Bank / Opel macht Pause

Bündnis der Transportbranche

Eine neue bundesweite Logistik-Allianz hat sich in Hamburg vorgestellt. System Alliance - ein Netzwerk aus 15 Gesellschaftern mit 40 Transportbetrieben - habe die "Kosten- und Qualitätsführerschaft im deutschen Stückgutmarkt" zum Ziel, berichtete Aufsichtsratschef Michael Huber. In Hamburg beteiligt sich die Hellmann Worldwide Logistics GmbH / Co. KG an der Allianz. Wer im Logistik-Markt gegen Konzernstrukturen bestehen wolle, müsse komplexe Netzwerke mit hoher IT-Kompetenz knüpfen, meinte der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Hellmann. Der Allianz stehen insgesamt 6000 Fahrzeuge und 10 000 Mitarbeiter zur Verfügung.

Immobilien belasten Dresdner

Wackelige Immobilienfinanzierungen in Ostdeutschland kommen die Dresdner Bank nochmals deutlich teurer zu stehen als erwartet. Nach einer erneuten Prüfung nach den Standards des Mutterhauses muss die Dresdner-Tochter Deutsche Hyp bisherige Wertberichtigungen von 200 Millionen Euro auf 350 Millionen Euro aufstocken, wie die Bank bekannt gab. Außerdem werden "pauschalierte Wertberichtigungen in Höhe von 150 Millionen Euro" gebildet, "denen derzeit noch keine Einzelrisiken zugeordnet werden können". Zusammen mit ohnehin geplanten 115 Millionen Euro summiert sich der gesamte Vorsorgebedarf für 2000 damit nun auf 615 Millionen Euro (rund 1,2 Milliarden Mark).

Opel macht Pause

Auf Grund der schwachen Nachfrage nach den Opel-Modellen Omega und Vectra bleiben die Fließbänder im Opel-Stammwerk Rüsselsheim auch in der ersten Januar-Woche stehen. Im Werk Bochum, in dem der Zafira gebaut wird, läuft die Produktion dagegen Anfang Januar wieder an. Dies bestätigte die Adam Opel. Als Grund für die Pause heißt es: "Wir nutzen unser Modell des Arbeitszeitkorridors und reagieren flexibel."

Bast-Bau ist Pleite

Das nach eigenen Angaben größte private Wohnungsbau-Unternehmen Deutschlands Bast-Bau ist zahlungsunfähig. Für die Dachholding Bast-Bau GmbH & Co Dienstleistungskommandit- Gesellschaft aus Erkrath bei Düsseldorf sowie fünf Tochterfirmen sei von Unternehmensseite Insolvenzanträge gestellt worden, bestätigte das zuständige Amtsgericht Wuppertal. Davon seien direkt rund 650 Mitarbeiter betroffen. Der Umsatz der Gruppe wird vom Gericht auf insgesamt eine Milliarde Mark geschätzt.

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