Wirtschaft : Aus den Unternehmen: Kirch steht zu EM.TV und weitere Meldungen

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Trotz der Ermittlungen gegen EM.TV-Chef Thomas Haffa und seinen Bruder Florian hält die Kirch-Gruppe an der geplanten Beteiligung fest. Wie Sprecher beider Unternehmen betonten, soll Kirch Anfang kommenden Jahres bei EM.TV einsteigen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Aktiengesetz gegen die beiden Haffa-Brüder und andere Verantwortliche von EM.TV. Ein Kirch-Sprecher sagte: "Die Ermittlungen haben keinerlei Bedeutung für die abgeschlossenen Vereinbarungen." EM.TV-Sprecher Michael Birnbaum widersprach Berichten, der Deal mit Kirch könnte aus anderen Gründen noch platzen. Er gehe ebenso wie Kirch davon aus, dass bis Anfang Februar ein Abschluss erzielt werde. Im Moment finde die genaue Prüfung statt. In dieser Zeit würden aber auch mögliche neue Angebote geprüft. Die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hatte Strafanzeige gestellt. Es bestehe der Verdacht, dass die Unternehmensführung die wirtschaftlichen Verhältnisse verschleiert habe. AP

Foris gibt Gewinnwarnung

Der Berliner Prozessfinanzierer Foris Beteiligungs AG erwartet in diesem Jahr möglicherweise ein negatives Jahresergebnis. Sollten laufende Prozesse nicht abgeschlossen werden, sei mit einem Verlust von bis zu 6,5 Millionen Mark zu rechnen. Die am Neuen Markt notierte Foris-Aktie gab am Donnerstag knapp 20 Prozent nach. Zur Ergebnisentwicklung hieß es, derzeit würden mehrere Verfahren laufen, in denen die Beteiligung der Foris AG jeweils über eine Million Mark betrage. Diese würden entgegen den Erwartungen voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr abgeschlossen. Foris hat eigenen Angaben zufolge bis zum 30. November 2000 einen Umsatz von mehr als 35 Millionen Mark erzielt. Dies entspreche bezogen auf das Gesamtjahr 1999 einer Steigerung von etwa 800 Prozent. rtr

Varta-Übernahme perfekt

Der Batteriehersteller Varta, Hannover, kommt mit 89,7 Prozent in der Hand der Deutschen Bank. Die DB Investor-Tochter Gopla Beteiligungsgesellschaft mbH habe mit ihrem Anfang November veröffentlichten Übernahmeangebot die Zielmarke von 90 Prozent nahezu getroffen, teilte die DB Investor am Donnerstag in Frankfurt mit. Für die Zukunft des traditionsreichen Unternehmens in Hannover sei geplant, den Schwerpunkt von traditionellen Produkten auf innovative Märkte zu verlagern. Die Gopla hatte den Aktionären Anfang November ein Kaufangebot für das Varta-Papier angeboten, das mit 14,50 Euro um rund 40 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate lag. dpa

Remy verdoppelt Gewinn

Der sechstgrößte Spirituosen-Hersteller, die französische Remy Cointreau SA, hat dank steigender Cognac-Nachfrage den Gewinn mehr als verdoppelt. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 1999/2000 (30. September) stieg er von 14 Millionen Euro im Vorjahres- Vergleichszeitraum auf 37 Millionen Euro. Zugleich stieg der Umsatz um 9,8 Prozent auf 419 Millionen Euro. dpa

Bridgestone verdient weniger

Der japanische Reifenhersteller Bridgestone hat seine Gewinnschätzung für das laufende Jahr auf Grund der aufwändigen Rückrufaktion seiner US-Tochter Firestone um 80 Prozent nach unten revidiert. Das Unternehmen teilte mit, es rechne nun mit einem Gewinn von rund 257 Millionen Mark. Bei seiner US-Tochter wird Bridgestone eigenen Angaben zufolge im laufenden Jahr Sonderverluste von 750 Millionen Dollar verbuchen, um die Rückrufaktion zu finanzieren und um mögliche Schadensersatzforderungen abzudecken. rtr

Wechsel an der Douglas-Spitze

Der Douglas-Gruppe steht ein Führungs- und Generationswechsel ins Haus. Im Juni 2001 wird Henning Kreke (35) den Posten des Vorstandschefs von seinem Vater Jörg Kreke (60) übernehmen. Jörg Kreke hatte das Unternehmen seit 1969 geleitet, sein designierter Nachfolger stieg 1993 bei Douglas ein. Der Vater hatte seinen Sohn seitdem auf die Leitung vorbereitet. dpa

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