Wirtschaft : Aus den Unternehmen: MD-Verlag geschlossen und andere Meldungen

andere Meldungen

Der Berliner MD-Verlag soll noch in diesem Jahr geschlossen werden. Informationen zufolge hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank, die den Verlag vor knapp zwei Jahren gekauft und einen zweistelligen Millionenbetrag investiert haben soll, allen 45 Mitarbeitern bereits gekündigt. Ein Sprecher der Düsseldorfer Bank bestätigte nur die Absicht, den Verlag zu schließen. Zur Begründung heißt es, "das Geschäftsmodell des MD-Verlages lasse sich nicht im wirtschaftlich erforderlichen Umfang realisieren". pet

T-Online mit Springer

Der Axel Springer Verlag (ASV) und der Internetanbieter T-Online schließen sich in einer Tochgesellschaft zu einem führenden Online-Werbevermarkter in Deutschland zusammen. Dazu beteiligt sich T-Online zur Hälfte an der Hamburger ASV-Tocher Interactive Media. Den Einstiegspreis wollten die Beteiligten nicht nennen. Die Interactive-Media, nach eigenen Angaben profitabel, soll künftig die Internet-Portale des Verlages, von T-Online sowie von dritten Anbiertern vermarkten und auch im Ausland tätig werden. Das Kartellamt muss dem Vorhaben noch zustimmen. dpa

Condomi verdoppelt Umsatz

Der Kondom-Hersteller Condomi (Köln) kann für das abgelaufenen Geschäftsjahr ein Konzernüberschuss von 1,1 Millionen Mark (560 000 Euro) vorweisen. Der Umsatz hat sich nach Unternehmensangaben im Geschäftsjahr 2000/2001 auf knapp 52 Millionen Mark mehr als verdoppelt. Für das laufende Geschäftsjahr strebt der größte Kondom-Hersteller Europas eine Erweiterung der Produktionen an den Standorten Erfurt und Krakau (Polen) an. dpa

Brauer wollen in den Handel

Deutschlands führende Premium-Brauereien steigen gemeinsam in den Getränkefachgroßhandel ein. Warsteiner, Krombacher und Bitburger gaben am Dienstag die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens bekannt, das Beteiligungen an starken regionalen Getränkefachgroßhändlern erwerben soll. Auf diese Weise wollen sich die drei Brauereien Absatzkanäle in die Gastronomie und Getränkeabholmärkte sichern. Für die Gründung der Handesl-Holding fehlt allerdings noch die Zustimmung des Kartellamtes. dpa

Post fordert entgangenes Porto

Die Deutsche Post AG streitet seit Dienstag vor dem Landgericht Hannover um die Nachzahlung von Portogebühren im Wert von rund 6,3 Millionen Mark. Hintergrund ist das so genannte "Remailing" - Abrechnungen für die Bahncard mit Visa-Kreditkartenfunktion sollen 1995/96 über den Umweg ins Ausland nach Deutschland zurückgeschickt worden sein. Die Citicorp Card Operations GmbH (Nordhorn), eine Tochterfirma der Citibank, soll laut Klage von den deutlich niedrigeren Gebühren in den Niederlanden profitiert haben. dpa

Henninger-Übernahme steht

Der Weg für die Übernahme der Henninger- Brauerei durch den Konkurrenten Binding ist weitgehend frei. Der Aufsichtsrat des Henninger-Eigentümers Actris AG stimmte dem Zusammenschluss am Dienstag zu. Deutschlands zweitgrößte Brauereigruppe Binding will die Henninger-Geschäfte vom 1. November an übernehmen. Bei Henninger sind dann mehr als 300 Arbeitsplätze akut gefährdet. dpa

Conti plant Kurzarbeit in USA

Der Reifenhersteller Continental will zweistellige Absatzeinbußen seiner US-Töchter mit Kurzarbeit und unbezahltem Urlaub auffangen. Die Continental Tire North America erwartet ein Minus von 15 Prozent, der Bremsenhersteller Continental Teves North America ein Minus von 20 Prozent. Der Negativtrend wirke in das Jahr 2002 hinein, ehe der Serienanlauf neuer Fahrzeuge von US-Herstellern mit elektronischen Brems- und Fahrwerkssystemen von Conti einen Ausgleich schaffen. dpa

Fendt nicht mehr Marktführer

Der Allgäuer Traktor-Hersteller Fendt hat die Marktführerschaft in Deutschland an den US-Konkurrenten John Deere verloren. Im vergangenen Jahr habe sich Deere mit einem Marktanteil von 20,6 Prozent mit minimalem Vorsprung an die Spitze gesetzt, berichtete Fendt. Mit Ausnahme des Jahres 1993 war Fendt nach eigenen Angaben seit 1985 der führende Traktor-Hersteller in Deutschland. Mit einer Umsatzsteigerung von zehn Prozent auf 1,24 Milliarden Mark im Jahr 2000 übertraf das zum amerikanischen AGCO-Konzern gehörende Unternehmen seine Erwartungen leicht. Zum Gewinn machte Fendt keine Angaben. Für 2001 rechnet der Traktor-Hersteller wegen der schwierigen Situation in der Landwirtschaft mit einem Absatzrückgang um rund fünf Prozent auf 10 000 Fahrzeuge. Absatzchancen gäbe es vor allem in Osteuropa. dpa

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