Wirtschaft : Aus den Unternehmen: NRG kauft in Europa zu und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Der US-Konzern NRG Energy begibt sich auf Einkaufstour in Europa: Er übernimmt die Anteile der britischen Powergen an der Saale Energie GmbH und der Mibrag in Ostdeutschland. In Ungarn erwirbt NRG außerdem die Csepel-Stromerzeugungsanlagen. Der Kaufpreis betrage rund 422,5 Millionen Mark. Der Verkauf der Anteile von Powergen erfolgt offenbar vor dem Hintergrund eines Übernahmeangebots von Eon für den Londoner Versorger. Der Düsseldorfer Konzern muss sich auf Grund kartellrechtlicher Auflagen aus den neuen Ländern zurückziehen. Die Mibrag soll in den geplanten neuen Stromkonzern aus HEW, VEAG, Bewag und Laubag einbezogen werden. dpa

Ärger bei Grundig

In aufgeheizter Stimmung hat am Dienstag in der Nürnberger Meistersingerhalle eine Betriebsversammlung von Grundig begonnen. Knapp 2000 Mitarbeiter protestierten gegen den geplanten Stellenabbau. In einem Brief bittet der Betriebsrat nun auch Bundeskanzler Gerhard Schröder um Hilfe. Der Standort der Fernseher-Produktion soll von Nürnberg nach Wien verlagert und in Deutschland 900 Arbeitsplätze gestrichen werden. Dies ist auch Bedingung für neue Gelder. Grundig benötigt dieses Jahr 300 bis 400 Millionen Mark. AP

Philip Morris verdient mehr

Philip Morris hat im ersten Quartal 2001 den Gewinn gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um vier Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar erhöht. Der Umsatz stieg um 11,6 Prozent auf 22,4 Milliarden Dollar, teilte der weltgrößte Zigaretten- und zugleich zweitgrößte Lebensmittelhersteller mit. Das Unternehmen profitiere von seinem starken Zigarettengeschäft in den USA und im Ausland sowie von soliden weltweiten Ergebnissen im Lebensmittelbereich. dpa

Eastman Kodak baut ab

Der Arbeitsplatzabbau bei den großen US-Technikfirmen setzt sich fort: Am Dienstag kündigte der Fotokonzern Eastman Kodak an, mit Blick auf die ungünstigere Konjunkturlage bis zu 3500 Stellen zu streichen. Der Arbeitsplatzabbau belastet das Unternehmensergebnis von Kodak vor allem im zweiten Quartal 2001 mit bis zu einer Milliarde Mark. Auch beim Chiphersteller Texas Instruments sollen 2000 Beschäftigte ihre Stelle verlieren. AFP

Semel neuer Yahoo-Chef

Der Topmanager der Warner-Bros-Filmstudios, Terry Semel, wird neuer Chef des Internet-Portals Yahoo. Das teilte Yahoo nach gut einem Monat Rätselraten um die Nachfolge des bisherigen Firmenchefs Tim Koogle mit. Semel, die bisherige Nummer zwei bei Warner Bros aus dem US-Medienkonzern AOL Time Warner, soll den Posten zum 1. Mai antreten. AFP

Handy-Auftrag für Siemens

Siemens hat von der niederländischen Telefongesellschaft Telfort einen Auftrag über die Lieferung von 500 000 WAP-fähigen Handys erhalten. Die Mobiltelefone würden als Teil einer Frühjahrskampagne von Telfort und der niederländischen Postbank angeboten, teilte Siemens mit. dpa

Notplan für Ansett

Die mit Lufthansa verbündete australische Fluggesellschaft Ansett kämpft ums Überleben. Konzernmanager arbeiteten derzeit an einem Rettungsplan, der die Sicherheitsbedenken der Luftfahrtbehörden zerstreuen können, um so einem Lizenzentzug entgehen zu können, sagte Firmenchef Gary Toomey. Medienberichten zufolge braucht Ansett außerdem 5,6 Milliarden Mark. AFP

dpa

One-2-One im Minus

Die britische Tochterfirma der Deutschen Telekom, One-2-One, hat nach Informationen von "Capital" im vergangenen Jahr deutlich weniger Gewinn gemacht als erwartet und unter dem Strich sogar ein Minus erwirtschaftet. Bei einem Umsatz von knapp 5,5 Milliarden Mark sei ein Jahresgewinn von rund 196 Millionen Mark vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen übrig geblieben. AFP

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