Wirtschaft : Aus den Unternehmen: Rover dämpft Verlust und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Der britische Autohersteller MG Rover, der voriges Jahr von BMW für einen symbolischen Preis von zehn Pfund verkauft worden war, wird nach britischen Zeitungsberichten in seinen ersten neun Monaten als unabhängiges Unternehmen einen Verlust von 300 Millionen Pfund (471 Millionen Euro) ausweisen. Vom Gesamtverlust stammten 200 Millionen Pfund aus der Autoproduktion und 100 Millionen Pfund aus der Umstrukturierung. In den Zeitungsberichten wird darauf hingewiesen, dass der Verlust deutlich niedriger sein werde, als der 1,2 Milliarden-Euro-Verlust im letzten Geschäftsjahr als BMW-Tochter. rtr

T-Online baut ab

T-Online plant nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" den Abbau von 200 der insgesamt 1950 Arbeitsplätze. Außerdem sollen Kunden für Anrufe bei Hotlines künftig zahlen. In einem Schreiben an T-Online-Mitarbeiter spricht das Management von einer "strategischen Neuausrichtung des Bereiches Customer Service". Eine Bestätigung für den Bericht war bis Sonntagmittag nicht zu erhalten. T-Online will die Öffentlichkeit am Dienstag über seine Unternehmensstrategie informieren. dpa

Lufthansa droht Streik

Bei den Tarifgesprächen für die 55 000 Beschäftigten der Deutschen Lufthansa AG verschärft sich die Konfrontation. Fünf Wochen nach Beginn der Tarifrunde hat die Lufthansa den Gewerkschaften ÖTV und DAG zwar ein erstes Angebot vorgelegt. Doch diese sehen sich eher provoziert als zu konstruktiven Gesprächen ermutigt. "Die Stimmung zu Warnstreiks ist da", sagt der hessische ÖTV-Bezirkschef Gerold Schaub. "Wir werden in dieser Woche das weitere Vorgehen mit unseren Funktionären abstimmen." HB

A 2 kein Markterfolg

Die Volkswagen-Tochter Audi AG ist alles andere als glücklich mit der Verkaufsentwicklung des im vergangenen Jahr eingeführten Kleinwagens A2. "Wir haben zu wenig auf die Kunden gehört", gesteht Audi-Vertriebsvorstand Georg Flandorfer gegenüber dem Handelsblatt ein. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Kraftfahrtbundesamt gerade 10 000 Neuzulassungen des jungen A2 - viel zu wenig aus Sicht der Audi-Planer in Ingolstadt. HB

Auftrag für Lockheed

Die amerikanische Luftverkehrsaufsicht steht unter Beschuss: Die Federal Aviation Administration (FAA) will dem Rüstungs- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin einen Auftrag zur Entwicklung einer neuen Software für die Kontrolle des Luftverkehrs erteilen, ohne den Auftrag ausgeschrieben zu haben. Das hat Ärger bei den Konkurrenten ausgelöst. Die FAA möchte Lockheed nur "wegen der guten Erfahrungen in der Vergangenheit" beauftragen. Der Zwist hat noch eine tiefere Ursache: Präsident Bushs neuer Transportminister Norman Y. Mineta - unter Bill Clinton Handelsminister - war früher Vizepräsident von Lockheed. Auch sein Stellvertreter gehörte dem Top-Management des Rüstungskonzerns an. HB

Kienbaum in USA

Das Management-Beratungsunternehmen Kienbaum plant erste Schritte in die USA. Auch künftig werde sich Kienbaum vor allem als deutsch-europäisches Unternehmen verstehen, gibt Jochen Kienbaum, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Linie vor. Dennoch sei die Stärkung der Achse London-New York in Planung. In den USA ist Kienbaum gerade mit einer Personalberatung in Verhandlungen. Den Namen will er aber erst bekannt geben, wenn die Verträge unter Dach und Fach sind. HB

0 Kommentare

Neuester Kommentar