Wirtschaft : Aus den Unternehmen: US-Stahlkonzern vor Konkurs und weitere Meldungen

Der drittgrößte US-Stahlkonzern LTV Corp. und 48 seiner Tochterfirmen haben bei einem Gericht in Youngstown (US-Staat Ohio) Konkursantrag gestellt. Die Geschäfte liefen normal weiter, betonte die Gesellschaft. LTV machte die schwächere US-Wirtschaft und Stahlimporte zu unfairen Preisen für die eigenen Probleme verantwortlich. Das Unternehmen warf der US-Regierung vor, die Handelsgesetze nicht durchzusetzen. Die Stahlpreise seien auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen. LTV hat in den ersten neun Monaten 2000 rund 3,8 Milliarden Dollar umgesetzt und einen Verlust von 368 Millionen Dollar verbucht. dpa

Leifheit übernimmt Soehnle

Der Haushaltswaren- und Badzubehör-Hersteller Leifheit kauft bei Personen- und Küchenwaagen zu. Die Nassauer übernehmen zum Januar 2001 die Soehnle-Gruppe. Soehnle ist nach Leifheit-Angaben führender Anbieter von Personen- und Küchenwaagen in Europa. Der Jahresumsatz mit 540 Beschäftigten liegt derzeit bei 170 Millionen Mark. Das Traditionsunternehmen unterhält Produktionsstätten im schwäbischen Murrhardt sowie in Montlingen in der Schweiz. Leifheit erwartet für 2000 einen Umsatz von 585 (1999: 525) Millionen Mark. Das Vorsteuerergebnis soll von 44,9 Millionen Mark im Jahr zuvor zweistellig zulegen. dpa

Lurgi baut Werk für Iran

Die deutsche Lurgi Öl-Gas-Chemie GmbH wird Iran ein Methanolwerk am Persischen Golf errichten. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Die zur Frankfurter Lurgi AG gehörende Lurgi Öl-Gas-Chemie und die iranische petrochemische Firma Sagross unterschrieben einen Vertrag über 145 Million Dollar (304 Millionen Mark). Sie werden laut Irna das größte Methanolwerk der Welt in der Nähe der Südfars Gasfelder am Persischen Golf errichten. dpa

Allianz für die Brennstoffzelle

Der japanische Autokonzern Toyota führt einem Zeitungsbericht zufolge mit dem US-Autokonzern General Motors (GM) und dem Ölriesen Exxon Mobil Verhandlungen über die gemeinsame Entwicklung von Brennstoffzellen-Autos. Wie die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun" am Montag berichtete, wollten die drei Unternehmen die umweltfreundlichen Autos möglicherweise bereits im Jahre 2003 auf den Markt bringen. Die Allianz ziele zudem auf Schaffung eines internationalen Standards für Brennstoffzellen-Autos ab. Die Verhandlungen befänden sich bereits in der Schlussphase. dpa

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