Wirtschaft : AUS DEN UNTERNEHMEN

Tagesspiegel

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Sonnabend, 3.Mai 1997
Siemens AG, Berlin/München.Der Konzern will sich laut Betriebsrat von seinem Dentalbereich trennen.Der Geschäftszweig hat weltweit 2750 Beschäftigte und hatte 1996 einen Umsatz von 900 Mill.DM. Siemens Nixdorf Informationssysteme AG, München.16 Werksvertretungen des Computerkonzerns haben sich zur Wnet Partner Unternehmensberatung und Marketing AG zusammengeschlossen. TRP Tief- und Rohrleitungsbau GmbH, Potsdam.Nach dem Antrag auf Gesamtvollstreckung haben die Gespräche über die Zukunft der rund 600 Mitarbeiter begonnen.Laufende Projekte sollen eventuell von Auffanggesellschaften weitergeführt werden. Bertelsmann AG, Gütersloh.Der Medien-Konzern hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach das Pay-TV-Programm "Premiere" künftig in die digitale Plattform DF1 der Kirch-Gruppe eingebunden werden soll. Gubener Hüte GmbH, Guben.Das traditionsreiche Textilunternehmen wird Gesamtvollstreckung beantragen.Den 56 Mitarbeitern wurde zum 30.April gekündigt. Heckert Werkzeugmaschinen GmbH, Chemnitz.Die Nachfolgefirma der Heckert-Gesellschaft erwartet 1997 einen Jahresumsatz von 160 Mill.DM.Im März wurden schwarze Zahlen in Höhe von 1 Mill.DM geschrieben.

Freitag, 2.Mai 1997
Mohndruck Graphische Betriebe GmbH, Gütersloh.Geschäftsführung und Betriebsrat haben eine Betriebsvereinbarung geschlossen, derzufolge das Unternehmen eine Beschäftigungsgarantie für die 1700 Arbeitsplätze in Gütersloh bis zum 30.Juni 2000 abgibt, dafür sollen die Mitarbeiter der 37-Stunden-Woche, ausgeweiteter Sonnabendarbeit, einem Jahresarbeitszeitkonto und der Kürzung übertariflicher Leistungen zustimmen. Computer 2000 AG, München.Der Computer-Großhändler will trotz seines fehlgeschlagenen US-Engagements bis zum Jahr 2000 den Umsatz von 6,6 auf 10 Mrd.DM steigern.Nachdem man im ersten Halbjahr 1996/97 mit 38 Mill.DM in die roten Zahlen gerutscht ist, soll im Jahr 2000 wieder ein Vorsteuergewinn von 100 Mill.DM erwirtschaftet werden. Oracle Corp., New York.Die zweitgrößte US-Softwarefirma will das angeschlagene Kultunternehmen Apple nun doch nicht übernehmen.

Mittwoch, 30.April 1997
AEG Hausgeräte GmbH, Nürnberg.Das zum schwedischen Electrolux-Konzern gehörende Unternehmen wird bis Ende 1998 rund 1500 der zur Zeit 8500 Arbeitsplätze streichen.Ein Drittel der Mitarbeiter werde über Auslagerung oder konzerninterne Versetzungen anderswo beschäftigt, ein Drittel der Stellen werde abgebaut, weitere 500 Mitarbeiter würden entlassen. Volkswagen AG, Wolfsburg.VW hat nun doch die Bereitschaft erklärt, zusätzliche Mitarbeiter für die "Passat"-Produktion im Werk Emden einzustellen.Eine Zahl wurde jedoch nicht genannt.Der Betriebsrat fordert allein für Emden 400 Neueinstellungen. Deutsche Bahn AG, Berlin.Mit Investitionen von 1,2 Mrd.DM baut die Bahn in den nächsten drei Jahren ein Mobilfunknetz für die betriebsinterne Kommunikation auf. Degussa AG, Frankfurt (Main).Der Edelmetall- und Chemiekonzern erhöhte im Geschäftshalbjahr den Gewinn um 25 Prozent auf 233 Mill.DM.Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 7,2 Mrd.DM.Gleichzeitig wurden 414 Stellen abgebaut.


Dienstag, 29.April 1997
Postbank AG, Bonn.Die Postbank hat Berichte über einen Jahresfehlbetrag von 1,2 Mrd.DM bestätigt, aber zugleich dementiert, daß sich daraus ein Bilanzverlust ergebe.Das Minus, das durch hohe Rückstellungen für den Schalternutzungsvertrag mit der Post AG entstehe, könne aus Gewinnrücklagen der vergangenen Jahre beglichen werden.Die für Ende 1997 geplante Privatisierung der Postbank sei keinesfalls gefährdet. Schiess Aschersleben GmbH, Aschersleben.Rund 250 Schiess-Mitarbeiter haben am Montag in Berlin vor der BVS eine Mahnwache errichtet.Die im Strudel der Bremer-Vulkan-Krise in Gesamtvollstreckung geratene Firma fordert eine zweite Privatisierung sowie Investitionsmittel. Henkel KGaA, Düsseldorf.Der Waschmittelkonzern hat im ersten Quartal 1997 elf Prozent mehr umgesetzt.1996 erzielte Henkel mit 46 650 Beschäftigten einen Rekordgewinn von 515 Mill.DM (plus sechs Prozent), der Umsatz erhöhte sich um 15 Prozent auf 16,3 Mrd.DM. Sachsenmilch AG, Dresden.Mit einem Vergleich ist der Streit zwischen dem Land Sachsen und der seit 1993 in Gesamtvollstreckung befindlichen Sachsenmilch beigelegt worden.Demnach müssen 4,8 Mill.DM Fördermittel vom Sachsenmilch-Verwalter zurückgezahlt werden.Sachsen hatte 12,8 Mill.DM verlangt.

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