Wirtschaft : Aus den Unternehmen

dpa

Vobis schließt Sanierung ab

Die Computer-Handelskette Vobis will sich nach einer mehrjährigen Schlankheitskur wieder in Deutschland ausbreiten. Zusätzlich zu den bestehenden 136 Filialen sollen bis Ende 2002 18 neue Geschäfte eröffnet werden. Parallel werde auch die Zahl der Beschäftigten von derzeit 1050 um mehr als 100 steigen. Das laufende Jahr werde Vobis zwar immer noch mit "leicht roten" Zahlen abschließen, 2002 aber einen Gewinn erzielen. dpa

Philips-Handys aus China

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat in Peking den angekündigten Verkauf seiner Handy-Aktivitäten an die China Electronics Corporation (CEC) perfekt gemacht. In Peking wurde ein Abkommen unterzeichnet, nach dem die Niederländer Teile der Forschungs- und Entwicklungsarbeit und der Produktion in eine Partnerschaft mit CEC einbringen. Philips wird aber unter eigenem Namen weiter für Verkauf und Marketing der Handys zuständig sein. Als Folge der Vereinbarung baut Philips in Frankreich 1235 Stellen ab. dpa

Samsung verdient weniger

Angesichts des Preisverfalls bei Halbleitern hat der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung im dritten Quartal 75 Prozent weniger verdient. Nach Angaben des weltgrößten Herstellers von Computer-Speicherchips vom Montag nahm der Nettogewinn in den Monaten Juli bis September im Vorjahresvergleich von 1,7 Billionen Won (1,45 Milliarden Euro) auf 420 Milliarden Won ab. Die Umsätze fielen von 8,8 auf 7,2 Billionen Won. Im zweiten Quartal erwirtschaftete Samsung noch einen Profit von 880 Milliarden Won. dpa

Shell klagt in Nigeria

Zum ersten Mal verklagt der anglo-niederländische Ölkonzern Shell Gemeinden im Nigerdelta wegen wiederholter Beschädigung von Ölanlagen. Shell fordert von den Gemeinden rund 25 Millionen US-Dollar für die Reparatur der Schäden an ihren demolierten Anlagen. Ölförderanlagen und Pumpstationen waren aus Protest gegen Armut und Umweltschäden von militanten Jugendlichen angegriffen worden. dpa

Lexmark streicht 1600 Stellen

Der zweitgrößte US-Druckerhersteller Lexmark entlässt weltweit 1600 Mitarbeiter. Das sind zwölf Prozent seiner Belegschaft. Die Gesellschaft will auch die Kapazität für bestimmte Tintenstrahldrucker reduzieren und einen Elektronikbetrieb in Mexiko schließen. Die jährlichen Einsparungen bezifferte Lexmark auf 50 bis 60 Millionen Dollar. dpa

Siemens: Kein Stellenabbau

Der Siemens-Konzern hat Berichte über einen weiteren massiven Stellenabbau zurückgewiesen. "Das ist reine Spekulation", sagte ein Sprecher der Siemens AG. In Arbeitnehmerkreisen hieß es dagegen, die Gerüchte über weitere Stellenstreichungen verdichteten sich. Insbesondere in der Automobiltechniksparte VDO sei mit dem Abbau von Arbeitsplätzen zu rechnen. Bisher hatte der Konzern die Streichung von insgesamt rund 17 000 Stellen angekündigt. dpa

Hochtief verklagt Holzmann

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief hat seinen Konkurrenten Philipp Holzmann auf die Zahlung von 60 Millionen Mark Schadenersatz verklagt. Hochtief habe 1998 für 200 Millionen Mark Holzmann-Wandelschuldverschreibungen erworben und diese später mit einem Verlust von 60 Millionen Mark verkaufen müssen, sagte ein Hochtief-Sprecher. Die zuvor in dem Holzmann-Börsenprospekt gemachten Angaben über die Unternehmenssituation seien unrichtig gewesen und hätten nicht der tatsächlichen Lage entsprochen. dpa

Moulinex gerettet

Der traditionsreiche französische Haushaltsgeräte-Hersteller Moulinex ist dem vollständigen Aus entgangen. Das Handelsgericht von Nanterre bei Paris erteilte am Montag dem nationalen Konkurrenten SEB den Zuschlag für eine Teilübernahme des Moulinex-Brandt-Konzerns. Der Plan sieht die Rettung von lediglich rund 3600 der weltweit 8800 Arbeitsplätze in der Elektro-kleingeräte-Sparte vor. Auch die zu Moulinex gehörende Krups in Solingen soll übernommen werden. dpa

Einbruch bei Heideldruck

Nach den Terroranschlägen in den USA hat auch die Heidelberger Druckmaschinen AG einen massiven Gewinneinbruch erlitten und ihre Prognosen zurückgenommen. Das Betriebsergebnis sank den vorläufigen Zahlen zufolge im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2001/02 (31. März) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 110 Millionen Euro. Im Gesamtjahr werde ein Umsatzrückgang um etwa zehn Prozent erwartet. Der Nettogewinn werde voraussichtlich von 283 Millionen auf 200 bis 220 Millionen Euro sinken. dpa

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