Wirtschaft : Aus den Unternehmen

Wabco entlässt

Der Bremsenhersteller Wabco will in Niedersachsen im kommenden Jahr bis zu 500 Arbeitsplätze abbauen. Als Gründe für den Stellenabbau nannte Wabco einen Umsatzrückgang von rund zehn Prozent in diesem Jahr, Rationalisierungen sowie eine geplante Produktionsverlagerung ins Nachbarland Polen. Wabco beschäftigt in Deutschland rund 2800 Menschen, 2400 davon im Stammwerk Hannover, rund 300 in Gronau bei Hildesheim und den Rest in Nürnberg. Seit der Gründung des Standortes in Breslau vor gut zwei Jahren wurden rund 350 Arbeitsplätze dorthin verlagert. dpa

Singapore Airlines klagt

Die schwache Weltkonjunktur und die Terror-Anschläge in den USA haben der Fluggesellschaft Singapore Airlines (SIA) in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2001/02 (31. März) einen massiven Gewinneinbruch beschert. In den ersten sechs Monaten hat das Unternehmen ein Ergebnis von nur 134,8 Millionen Singapur-Dollar (85,4 Millionen Euro) erwirtschaftet, das waren 88 Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Nach Einschätzung des Unternehmens wird die volle Auswirkung der Anschläge aber erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres sichtbar werden. dpa

JDS Uniphase mit Verlust

Der kanadische Hersteller von faseroptischen Komponenten für die Telekom-Branche, JDS Uniphase, hat im am 29. September beendeten 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar verbuchen müssen. Bereits vor Jahresfrist hatte der Verlust rund eine Milliarde Dollar erreicht. Der Umsatz schrumpfte drastisch auf 328,6 (Vorjahr: 786,5) Millionen Dollar. Die Gesellschaft hat zur Zeit nur noch knapp 13 000 Beschäftigte. Damit hat sich die Belegschaft in den vergangenen Jahren mehr als halbiert. dpa

Eko-Beschäftigte besorgt

Die Beschäftigten von Eko Stahl fordern eine Strategie für die weitere Entwicklung des Eisenhüttenstädter Unternehmens. Am Freitag hätten sie dem Eko-Aufsichtsrat und dem Bundeskanzleramt eine Petition übergeben, teilte die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen mit. Darin betonen sie ihre Sorge über die Entwicklung im Unternehmensverbund. Die französische Eko-Mutter Usionor will mit dem luxemburgischen Unternehmen Arbed und der spanischen Aceralia zum weltgrößten Stahlkonzern Newco fusionieren. dpa

Auftrag für Dahlewitz

Der kanadische Luftfahrtkonzern Bombardier Aerospace wird seinen neuen Langstrecken-Business-Jet mit Triebwerken von Rolls-Royce ausrüsten. Wie die Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG mit Sitz im brandenburgischen Dahlewitz mitteilte, wurden die dort entwickelten und produzierten Turboantriebe des Typs BR710-Turbofan von Bombardier für den ab Ende 2004 zum Einsatz kommenden neuen Flugzeugtyp "Global 5000" ausgewählt. ddp

Interbrew darf Becks kaufen

Die Bremer Traditions-Brauerei Beck & Co darf von dem belgischen Braukonzern Interbrew übernommen werden. Die EU-Kommission genehmigte am Freitag die Übernahme der Brauerei, denn der Kauf beeinträchtige nicht den Wettbewerb in Europa, hieß es in Brüssel. dpa

Bavaria steigt bei Odeon ein

Die Bavaria Film Gruppe hat ihren Anteil an dem verlustreichen Filmproduzenten Odeon auf 50,01 Prozent aufgestockt. Bavaria war bereits beim Börsengang der Odeon Film AG im April 1999 mit 32 Prozent beteiligt, hatte diesen Anteil zuletzt auf 36 Prozent aufgestockt und war damit bereits größter Aktionär. dpa

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