Wirtschaft : Aus den Unternehmen

Entschädigung für Holzmann

Gegen eine Zahlung von 38 Millionen Mark beendet der Frankfurter Baukonzern Holzmann den Streit mit früheren Vorstandsmitgliedern. Zur Abgeltung von Schadensersatzansprüchen zahlt die Haftpflichtversicherung AIG den ehemaligen Vorständen Lothar Mayer, Dieter Rappert, Michael Westphal, Jürgen Schönwasser, Gerhard Lögters und Lothar Freitag den Betrag von 38 Millionen Mark. Diese außergerichtliche Einigung gab der Vorstand der Philipp Holzmann AG bekannt. Darüber hinaus sollen die einstigen Manager auf 30 bis 60 Prozent ihrer Pensionsansprüche verzichten. Entsprechende separate Vergleiche stünden vor einem Verhandlungsabschluss. dpa

Edeka will Reichelt komplett

Edeka strebt die vollständige Kontrolle über die Berliner Lebensmittelkette Otto Reichelt an. Die Edeka Minden - Hannover Beteiligungsgesellschaft, die bereits 75 Prozent hält, will dazu den freien Aktionären ein Kaufangebot von 6,75 Euro pro Aktie unterbreiten. Zeitpunkt der Übernahme und die Übernahmefrist würden in Kürze veröffentlicht, teilte Edeka mit. Otto Reichelt war in vergangenen Jahr erstmals seit 1997 wieder ins Plus gekommen. dpa

Dynegy plant Enron-Kauf

Die amerikanische Energiehandels-Firma Dynegy Inc. will den angeschlagenen Konkurrenten Enron für rund acht Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Mark) kaufen. Dies berichtete die "New York Times" am Donnerstag. Enron hatte vor weniger als einem Jahr noch einen Börsenwert von knapp 70 Milliarden Dollar. Dynegy würde durch den Enron-Kauf auf einen Schlag die größte amerikanische Energiehandels-Firma. dpa

VW baut in Brasilien ab

Volkswagen baut in Brasilien von 26 000 Arbeitsplätzen 3000 ab. Betroffen ist das Werk Anchieta. Gründe sind nach VW-Angaben der Nachfragerückgang am brasilianischen Markt sowie neue Fertigungstechniken beim Bau des Polo. Ein VW-Sprecher wies darauf hin, dass wochenlange Verhandlungen mit den Gewerkschaften über die Einführung der Vier-Tage-Woche gescheitert seien. Diese hätte mit entsprechender Lohnanpassung die Jobs retten können. 1994 seien in ähnlicher Lage in Deutschland 30 000 Arbeitsplätze auf Dauer erhalten worden. dpa

HSBC verdient weniger

Die anhaltende Börsenflaute hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 das Betriebsergebnis des Bankhauses HSBC Trinkaus & Burkhardt spürbar nach unten gedrückt. Wegen des geschrumpften Provisionsüberschusses verringerte sich das Betriebsergebnis um 40,6 Prozent auf 62 Millionen Euro (121 Millionen Mark), teilte die Bank in einem Zwischenbericht mit. Sondererträge ließen das Ergebnis aus dem gewöhnlichen Geschäft allerdings um 12,4 Prozent auf 123 Millionen Euro steigen. dpa

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