Wirtschaft : Aus den Unternehmen

Rückenwind für Plambeck

Der Windparkprojektierer Plambeck Neue Energien hat in diesem Jahr den Umsatz deutlich erhöht. In den ersten neun Monaten stiegen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahr um 148 Prozent auf 199,3 Millionen Mark. Damit sei die Gesamtleistung des Jahres 2000 von 190,3 Millionen Mark bereits übertroffen. Insgesamt erwartet Plambeck 2001 einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Mark und ein Ergebnis von über 40 Millionen Mark vor Steuern. dpa

Samsung investiert weniger

Der südkoreanische Elektrokonzern Samsung plant wegen der Schwäche des Marktes für Informationstechnik für 2002 weniger Sachinvestitionen. Wie der weltgrößte Hersteller für Speicherchips am Montag in Seoul mitteilte, sollen die Investitionen im Vergleich zu 2001 um ein Drittel von 4,6 auf 3,05 Billionen Won (5,3 Milliarden Mark) zurückgeschraubt werden. Wegen des Preisverfalls bei Speicherchips hatte Samsung im dritten Quartal dieses Jahres 75 Prozent weniger verdient. Nach Angaben des Unternehmens nahm der Nettogewinn in den Monaten Juli bis September im Vorjahresvergleich von 1,7 Billionen Won auf 420 Milliarden Won ab. dpa

EMI rutscht in die roten Zahlen

Ein Einbruch im CD-Geschäft hat den britischen Musikkonzern EMI in die roten Zahlen abrutschen lassen. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Halbjahr 2001/2002 (31. März) einen Vorsteuerverlust von zwei Millionen Pfund (3,2 Millionen Euro) gegenüber einem Gewinn von 59,1 Millionen Pfund (94,56 Millionen Euro) im gleichen Vorjahreszeitraum. EMI-Vorstandschef Eric Nicoli sagte am Montag, der September sei durch die Terroranschläge "absolut schrecklich" gewesen, der Oktober leicht besser. Seit September hat EMI weltweit 500 von insgesamt 10000 Stellen gestrichen. dpa

Korean Air in der Klemme

Die größte südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air (KAL) will ihre 17 000 Beschäftigten im nächsten Jahr für einen Monat in unbezahlten Urlaub schicken. Die Maßnahme solle die bereits geplante Entlassung von weiteren 300 Beschäftigten möglichst überflüssig machen, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in Seoul. Von 700 Beschäftigten hatte sich KAL bereits in diesem Jahr getrennt. Seit den Anschlägen in den USA im September sind die KAL-Einnahmen stark gesunken. Durch den Pflichturlaub will das Unternehmen 30 Milliarden Won (51,9 Millionen Mark) sparen. dpa

Nemetschek senkt Prognose

Der Bausoftware-Hersteller Nemetschek hat seine Prognose für das laufende Jahr wegen hoher Wertberichtigungen und der Flaute in der Bauwirtschaft nochmals drastisch gesenkt. Inklusive Sonderabschreibungen werde ein Verlust vor Zinsen und Steuern von 56 bis 58 Millionen Mark erwartet, sagte Finanzvorstand Gerhard Weiß am Montag in München. Bislang war das Unternehmen von einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 10 Millionen Mark ausgegangen. Für 2002 gab Weiß keine Prognose ab. Eine Verbesserung der Ertragslage erwartet er aber durch die eingeleiteten Umstrukturierungen. dpa

ABN behält Leasing-Tochter

Der niederländische Bankkonzern ABN Amro will seine Leasing-Tochter doch nicht verkaufen. Die Bank begründete dies am Montag mit einer verbesserten Marktposition. Damit wurden zugleich Spekulationen beendet, VW wolle das Auto-Leasinggeschäft übernehmen. dpa

EU urteilt über Stahl-Fusion

Die EU-Kommission entscheidet an diesem Mittwoch über die Fusion der europäischen Stahlunternehmen Usinor, Arbed und Aceralia. Dabei geht es um die Zukunft der Eko-Stahl GmbH in Eisenhüttenstadt, die seit 1999 ein Tochterunternehmen des französischen Konzerns Usinor ist. Kommissionskreisen zufolge müssen die Konzerne Firmen und Sparten in mehreren Ländern verkaufen, um die Genehmigung der Wettbewerbshüter für das weltgrößte Branchenunternehmen zu erhalten.dpa

Edscha verdient mehr

Der Remscheider Automobilzulieferer Edscha hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001/02 trotz angespannter Lage in der Automobilbranche gut verdient. Wie das Unternehmen am Montag in einem Zwischenbericht mitteilte, kletterte der Gewinn um 12,5 Prozent auf 1,8 Millionen Euro (3,5 Millionen Mark). Der Umsatz blieb dagegen mit 177,4 Millionen Euro unverändert. dpa

Kupfer-Zusammenschluss

Die Norddeutsche Affinerie, Europas größter Kupferproduzent, will mit der Übernahme der Stolberger Prymetall ein führender Anbieter von Blechen und Bändern aus dem Metall werden. Das bei Aachen ansässige Unternehmen werde zum 1. Januar 2002 vollständig erworben, teilte die Norddeutsche Affinerie am Montag mit. Dem Zusammenschluss muss noch das Kartellamt zustimmen. dpa

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