Wirtschaft : Aus Den Unternehmen

Kaufring stellt Insolvenzantrag

Der Einkaufsverbund Kaufring hat beim Düsseldorfer Amtsgericht einen Insolvenzantrag eingereicht. Das bestätigte ein Firmensprecher am Donnerstag auf Anfrage. Von der drohenden Pleite sind knapp 800 Beschäftigte an den Standorten Düsseldorf und Krefeld betroffen. Das Handelsunternehmen hatte diesen Schritt bereits am vergangenen Wochenende angekündigt. Kaufring steckt seit einigen Jahren in der Verlustzone. Im ersten Halbjahr musste ein Fehlbetrag von knapp 10 Millionen Euro hingenommen werden. dpa

Hapag Lloyd mit Rekord

Der Ferienflieger Hapag Lloyd hat im laufenden Jahr mit sieben Millionen Fluggästen seine eigenen Prognosen übertroffen und rechnet im kommenden Jahr mit einem weiteren Wachstum. "Wir rechnen damit, dass es weiter aufwärts geht", sagte eine Sprecherin. Erstmals in der dreißigjährigen Geschichte liege die Passierzahl über sieben Millionen. 2001 seien die Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent gestiegen: Damit fliegt die Tochter des Tourismuskonzerns Preussag auf dem zweiten Platz unter den Ferienflotten vor LTU und nach der Thomas Cook-Tochter Condor. dpa

Liberty gibt nicht nach

Das US-Unternehmen Liberty Media will beim Einstieg ins deutsche Kabelgeschäft nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" dem Kartellamt keine Zugeständnisse machen. Der Medienkonzern halte in seiner Eingabe an den Plänen fest, die Kabelnetze nur zögerlich zum Telefonanschluss auszubauen, berichtete das Blatt am Donnerstag. Ein Sprecher des Kartellamtes in Bonn bestätigte den Eingang einer "umfangreichen Stellungnahme" von Liberty Media, wollte sich aber zu Details nicht äußern. dpa

Renault halbiert Händlernetz

Der französische Autohersteller Renault will sein Händlernetz bis 2004 halbieren. Außerdem soll die Entwicklungszeit neuer Modelle drastisch reduziert werden, sagte Vorstandschef Louis Schweitzer der "Financial Times Deutschland". Die Pläne seien Teil eines Programms zur Einsparung von drei Milliarden Euro. Renault suche nach kostensenkenden Maßnahmen in Vertrieb und Logistik, sagte Schweitzer. So wolle das Unternehmen die Zahl der Händler in Europa von derzeit 1900 auf 800 reduzieren. Die Anzahl der Verkaufsstellen bleibe aber gleich. dpa

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