Wirtschaft : Aus den Unternehmen

HB

Cisco-Gewinn sinkt

Das amerikanische Netzwerkunternehmen Cisco Systems hat im zweiten Quartal und in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 starke Umsatz- und Gewinnrückschläge verbucht. Das Unternehmen verdiente im zweiten Quartal nur noch 660 Millionen Dollar (760 Millionen Euro) gegenüber einem Gewinn von 874 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Umsatz sackte um 29 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar ab. Im ersten Halbjahr verbuchte Cisco einen Umsatzrückgang um 30 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel auf 392 Millionen Dollar, in der Vorjahresperiode waren es 1,7 Milliarden Dollar. HB

Novartis auf Wachstumskurs

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat 2001 Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert und rechnet auch im laufenden Jahr mit weiterem Wachstum. Der Reingewinn erhöhte sich im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 7,0 Milliarden Franken (rund 4,7 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 32,0 Milliarden Franken. Das Plus kam hauptsächlich aus der Pharmasparte. dpa

Bosch erwartet weniger Umsatz

Der Automobilzulieferer und Elektrokonzern Bosch rechnet in diesem Jahr nur mit geringem Umsatzwachstum. Grund sei die weiterhin schwache Konjunktur. Auch habe die weltweite Automobilkonjunktur ihren Tiefpunkt möglicherweise noch nicht erreicht, sagte Bosch-Chef Hermann Scholl. Entsprechend werde auch die konzernintern angestrebte Umsatzrendite nicht erreicht. Im Jahr 2001 kam Bosch auf rund 34 Milliarden Euro Umsatz. HB

Hohe Betriebsverluste bei Veag

Das ostdeutsche Stromunternehmen Veag (Vereinigte Energiewerke AG) geht mit Betriebsverlusten in den neuen drittgrößten deutschen Energiekonzern Vattenfall Europe. Im vergangenen Jahr steigerte die Veag ihren Umsatz zwar um knapp sechs Prozent auf 1,63 Milliarden Euro, konnte aber nur durch die Auflösung von Rückstellungen die schwarzen Zahlen erreichen. Im operativen Geschäft fielen nach Angaben vom Donnerstag rund 220 Millionen Euro Verlust an. dpa

Insolvenzverfahren bei Lobster

Das Amtsgericht Charlottenburg hat das Insolvenzverfahren gegen den Berliner Datenspeicherspezialisten Lobster eröffnet. Das Verfahren umfasse das Vermögen der Mutter Lobster Network Storage AG und die Tochter Lobster Storage Solutions GmbH, teilte das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Donnerstagabend mit. Insolvenzverwalter ist der Berliner Anwalt Peter Leonhardt. Lobster selber hatte die Insolvenz zunächst für die Tochter, später für die Mutter Ende 2001 beantragt. dpa

Keine Entlassungen bei MAN

Der MAN-Konzern will bei der angekündigten Streichung von insgesamt 4400 Stellen in seinem Nutzfahrzeugebereich ohne betriebsbedingte Kündigungen in den deutschen Werken auskommen. Etwa 3000 Arbeitsplätze seien bereits abgebaut, teilte die Münchner MAN Nutzfahrzeuge AG am Donnerstag mit. dpa

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