Wirtschaft : Aus den Unternehmen

dpa

Intershop-Chef investiert

In der schweren Krise des Jenaer Software-Konzerns greift Intershop-Chef Stephan Schambach in die Privatkasse, um seinen Aktienanteil zu erhöhen. Der Firmengründer investiert rund 10 Millionen Euro und kauft 8,3 Millionen neu ausgegebene Aktien zum Kurs von 1,20 Euro. An der Frankfurter Börse zog der Kurs der Aktie bis zum frühen Nachmittag um fast 30 Prozent auf gut 1,5 Euro an. 2000 hatte der Kurs zeitweise über 120 Euro gelegen. dpa

Cruiser als Cabrio

Das populäre Chrysler-Modell PT Cruiser soll 2004 auch als Cabrio auf den Markt kommen. Chrysler, der US-Teil des Autokonzerns Daimler-Chrysler, will das Auto mit dem markanten Retro-Design in Mexico bauen, berichtete die "Detroit News". dpa

Infineon will Aufklärung

Der Halbleiter-Hersteller Infineon will bei der Aufklärung möglicher Insidergeschäfte eng mit der Wertpapieraufsicht zusammenarbeiten. Das betonte eine Infineon-Sprecherin am Montag in München. Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) prüft den Verdacht des Insiderhandels, da der Kurs der Infineon-Aktie im Juni vergangenen Jahres bereits in den Tagen vor der Ankündigung hoher Verluste auffällig gefallen war. Außerdem untersucht die Behörde, ob Infineon die Aktionäre zu spät vor den Verlusten im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 (30. September) gewarnt hat. dpa

Einstellungsstopp bei Gerling

Der Versicherungskonzern Gerling hat nach Verlusten im Jahr 2001 einen weltweiten Einstellungsstopp beschlossen. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland". Entlassungen seien zur Zeit nicht absehbar, sagte er weiter. Investitionen und alle Geschäftsbereiche stehen nun auf dem Prüfstand. Bereits im Dezember vergangenen Jahres mussten die Hauptaktionäre 408 Millionen Euro zusätzliches Kapital einschießen, um die Verluste auszugleichen. dpa

Northrop Grumman will TRW

Der amerikanische Rüstungsriese Northrop Grumman hat ein feindliches Übernahmeangebot in Höhe von 5,9 Milliarden Dollar für den Rüstungs- und Autoteilehersteller TRW gemacht. TRW wies die Offerte als "finanziell unzureichend" zurück. Northrop Grumman will im Zuge eines Aktientauschs 47 Dollar je TRW-Aktie zahlen. Die TRW-Aktien sind jedoch seit der ursprünglichen Vorlage des Übernahmeangebots am 21. Februar auf 50,05 Dollar gestiegen. dpa

Microsoft wird offensiv

Microsoft will sich in der nächsten Runde des Kartellprozesses mit einer neuen Offensive gegen mögliche Sanktionen behaupten. Der Softwarekonzern will damit drohen, sein neues Betriebssystem "Windows XP" komplett vom Markt zu nehmen, sollten sich die klagenden Staaten durchsetzen, berichtete die "Washington Post" am Montag. dpa

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