Wirtschaft : Aus den Unternehmen

HB

Dyckerhoff hält Dividende

Der Zementhersteller Dyckerhoff hat im Geschäftsjahr 2001 seinen Umsatz mit 2,4 Milliarden Euro halten können. Das betriebliche Ergebnis verminderte sich um sechs Prozent auf 446 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss ging um 20 Prozent zurück. Der Vorstand wird auf der Hauptversammlung am 8. Mai 2002 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2001 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie zuzüglich eines Bonus von 0,15 Euro je Aktie auszuschütten.Das Unternehmen hat 2001 den höchsten Gewinn der vergangenen elf Jahre erzielt. Zu den 160,3 Millionen Euro vor Steuern trug die Röhrensparte allein 101,9 Millionen Euro bei. Damit dürfte eine Dividendenerhöhung gegenüber dem letzten vollen Geschäftsjahr 1999/00 (30. 9.) anstehen. Damals zahlte Salzgitter 40 Cent, für das anschließende Rumpfjahr bekamen die Aktionäre weitere 35 Cent. Der Umsatz stieg gegenüber 1999/00 um 40 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, und der Nettogewinn verdoppelte sich auf 144,3 Millionen Euro. HB

Comdirect im Minus

Die Comdirect Bank AG hat im Geschäftsjahr 2001 in der AG vor Steuern und nach außerordentlichen Aufwendungen einen Verlust von 203,3 Millionen Euro hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis lag jedoch mit 12,0 Millionen Euro im Plus, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im Abschluss 2001 seien Restrukturierungsaufwendungen für die Auslandstöchter in Italien (51,9 Millionen Euro) und Frankreich (113,8 Millionen Euro), eine Teilabschreibung für Comdirect Ltd, London, (38 Millionen Euro) sowie die Abschreibung der Beteiligung an der Censio AG (11,6 Millionen Euro) enthalten. Nach Konsolidierung ergibt sich im Konzern ein Verlust vor Steuern in Höhe von 150,6 Millionen Euro. Tsp

SGL Carbon schreibt Verluste

Die Kosten für den zu Jahresende angekündigten Personalabbau hat den Wiesbadener Kohlenstoffspezialisten SGL Carbon in die roten Zahlen gebracht. Der Verlust lag 2001 bei 66 Millionen Euro nach einem Gewinn von 20 Millionen Euro im Vorjahr. Dies berichtete der Vorstandsvorsitzende Robert Koehler am Mittwoch in Frankfurt. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück. dpa

Neues Konzept für Beate Uhse

Acht Monate nach dem Tod der Firmengründerin Beate Uhse will der Erotikkonzern zum weltweit führenden Erotik-Anbieter aufsteigen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, plant der Vorstandssprecher der Beate Uhse AG, Otto Lindemann, Einschnitte in die Markenpolitik, zeitgemäßere Ladenkonzepte sowie die Geschäftsausweitung in Europa und den USA. Auch eine TV-Werbekampagne sei geplant. Im vergangenen Geschäftsjahr 2001 (31. Dezember) habe der Erotikkonzern voraussichtlich einen Ergebnisrückgang um 26 Prozent auf rund 10 Millionen Euro hinnehmen müssen. dpa

Defizit bei Gerling Rück

Die Gerling Globale Rückversicherungs AG (GKG) muss für das Geschäftsjahr 2001 ein Defizit von rund 500 Millionen Euro verbuchen. Die GKG habe 300 Millionen Euro für die Schäden des Terrorangriffs in New York zahlen müssen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im Jahr 2000 hatte die GKG noch einen Gewinn von rund 100 Millionen Euro erzielt. Für das laufende Jahr werde ebenfalls ein Überschuss von rund 100 Millionen Euro erwartet. dpa

Ermittlungen gegen Gasprom

Die russische Steuerpolizei hat dem Gasprom-Konzern Steuervergehen vorgeworfen. Gasprom habe Steuerrückstände in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro nicht fristgerecht bezahlt, hieß es in Moskau. Bis Ende März soll über die Eröffnung eines Verfahrens entschieden werden. Der stellvertretende Gasprom-Vorstandsvorsitzende Witali Saweljew bezeichnete das Vorgehen der Steuerbehörde als unfair. Der Reingewinn des Konzerns sank in den ersten neun Monaten 2001 um fast 16 Prozent auf 32,3 Milliarden Rubel (1,2 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. dpa

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