Wirtschaft : Aus den Unternehmen

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Veag profitiert vom Strompreis

Der mit operativen Verlusten kämpfende ostdeutsche Braunkohleverstromer Veag rechnet im laufenden Geschäftsjahr wieder mit einer verbesserten Ertragskraft. Als Grund nannte der Vorstand neben geplanten Kostensenkungsmaßnahmen einen erwarteten leichten Anstieg der Strompreise. Die 1999 gebildeten Rückstellungen für drohende Verluste von 867 Millionen Euro seien weitgehend verbraucht. Die Veag, die zusammen mit Laubag, Bewag und den Hamburgischen Electricitätswerken (HEW) zum drittgrößten deutschen Stromkonzern unter dem Namen Vattenfall Europe fusioniert werden soll, hatte 2001 operativ mit einem Minus von 215 Millionen Euro abgeschlossen (2000: minus 308 Millionen Euro). dpa

Holzmann erhält Insolvenzgeld

Die Mitarbeiter des zahlungsunfähigen Baukonzerns Holzmann erhalten ab sofort Insolvenzgeld in voller Höhe. Die im Rahmen des Insolvenzverfahrens beteiligten Banken hätten einen Massekredit-Vertrag unterzeichnet, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Dienstag mit. Mit dem Vertrag sei eine Voraussetzung für die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes erfüllt. Das Arbeitsamt habe der Vorfinanzierung auch zugestimmt. Damit seien die Gehälter der Holzmann-Mitarbeiter für drei Monate zu 100 Prozent gesichert. dpa

Allianz für neue Chips

Die beiden japanischen Elektronikkonzerne Toshiba und Sony haben sich mit IBM auf die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien für Chips der nächsten Generation geeinigt. Man werde über die kommenden vier Jahre "mehrere hundert Millionen Dollar" in die Entwicklung neuer Technologien investieren, kündigten die Unternehmen in Tokio an. Hochleistungschips zu niedrigen Preisen gelten unter anderem als zentrale Bausteine für langlebige Batterien für kleine zukunftsträchtige Taschencomputer. dpa

Hyundai baut Pkw in den USA

Der größte südkoreanische Fahrzeughersteller Hyundai baut für eine Milliarde US-Dollar sein erstes Autowerk in den Vereinigten Staaten. Wie Hyundai mitteilte, fiel die Wahl des Standorts auf Montgomery im US-Bundesstaat Alabama. Nach dem geplanten Produktionsbeginn in der ersten Hälfte des Jahres 2005 sollen in dem US-Werk einmal bis zu 300 000 Autos pro Jahr gefertigt werden können. Von 2006 an soll das Werk mit Gewinn produzieren. Hyundai will in den USA ein Mittelklassemodell und geländegängige Freizeitwagen herstellen. dpa

Shell kauft Ölförderfirma

Der niederländisch-britische Ölkonzern Shell will für 4,3 Milliarden Pfund (6,9 Milliarden Euro) das britische Erdölförderunternehmen Enterprise Oil übernehmen. Wie Shell mitteilte, wurde für die Übernahme ein Preis von 725 Pence pro Aktie vereinbart. Enterprise Oil ist bei der Ölförderung in der Nordsee, in Norwegen und im Golf von Mexiko führend. Der Börsenwert von Enterprise beträgt rund 3,5 Milliarden Pfund. dpa

Kabelnetzfirma Ish entlässt

Jeder fünfte Beschäftigte des nordrhein-westfälischen Kabelnetzbetreibers Ish verliert seinen Arbeitsplatz. Wegen des schwachen Kundenwachstums soll 570 Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt werden. Der Kabelnetzbetreiber Ish beschäftigt 2400 Menschen. Das Unternehmen des britischen Investors Callahan hatte von der Deutschen Telekom die Mehrheit an deren TV-Kabelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg erworben. dpa

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