Wirtschaft : Aus den Unternehmen

Quivive ist zahlungsunfähig

Der von der Lufthansa-Tochter Start, dem Axel Springer Verlag und dem Konzertveranstalter Deag gegründete Online-Marktplatz Qivive ist zahlungsunfähig. Wie die Deutsche Entertainment AG (Deag) am Freitag in Berlin mitteilte, hat die Geschäftsführung des Bad Homburger Unternehmens Insolvenz beantragt. Nach Deag-Angaben konnten sich die drei Gesellschafter nicht auf eine weitere Finanzierung und damit die gesicherte Weiterführung des Unternehmens einigen. Auch die Übernahme durch einen neuen Investor sei in letzter Minute gescheitert, erklärte die Deag.

Rekordjahr für Bertelsmann

Der Medienkonzern Bertelsmann geht davon aus, das Ergebnis des Rekordjahres 2001 von 4,16 Milliarden Euro in diesem Jahr zu übertreffen. "Wir werden die zehn Prozent Umsatzrendite in allen Bereichen erreichen; allerdings im Durchschnitt", sagte Vorstandschef Middelhoff der "Welt".

Millionenkredit für Aeroflot

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot hat von ausländischen Banken einen dringend benötigten Kredit über 40 Millionen Dollar erhalten. Der Kredit mit einem Jahr Laufzeit solle mangelndes Betriebskapital ausgleichen, teilte Aeroflot-Chef Waleri Okulow mit. Zu dem Bankenkonsortium gehören die Westdeutsche Landesbank, Düsseldorf, die Donaubank, Wien, und die Moscow Narodny Bank aus London.

Wünsche-Tochter insolvent

Die Wünsche-Modetochter Cinque hat ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag wurde notwendig, weil es der Gesellschaft und der Gründerfamilie Köhler nicht gelungen sei, ein Sanierungskonzept mit Unterstützung der Banken umzusetzen, teilte die Wünsche AG am Freitag mit. An der in Mönchengladbach ansässigen Cinque Modevertriebsgesellschaft mbH ist Wünsche zu 62 Prozent beteiligt. Die Wünsche-Holding hatte vor zwei Wochen einen Insolvenzantrag gestellt.

Ferrostaal bei HDW dabei

Die Essener Ferrostaal übernimmt 15 Prozent an der Kieler Werft HDW vom US-Finanzinvestor One Equity Partners. Die Verträge seien ausgehandelt, aber noch nicht unterschrieben, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus von Menges am Freitag. Die Anteilsübernahme soll zum 1.Oktober dieses Jahres wirksam werden. Ferrostaal arbeitet seit 40 Jahren beim Bau und Verkauf von U-Booten mit HDW zusammen. Im vergangenen Jahr stieg das Ergebnis vor Steuern um 39 Prozent auf 104 Millionen Euro, der Umsatz erhöhte sich um zwölf Prozent auf 2,86 Milliarden Euro.

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