Wirtschaft : AUS DEN UNTERNEHMEN

Expo 2000 Hannover GmbH, Hannover.Der neue Wirtschaftsplan der Weltausstellung steht entgegen der bisherigen Planung nun doch nicht am kommenden Freitag im Aufsichtsrat der Expo-Gesellschaft auf der Tagesordnung.Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Kanzlerkandidat Gerhard Schröder sowie Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt (FDP) hätten wegen der Bundestagswahlen darum gebeten, eine neue Aufsichtsratssitzung für die Behandlung des Themas anzuberaumen.Die Sitzung zum neuen Wirtschaftsplan finde voraussichtlich im Oktober statt.

Daimler-Benz Interservices (Debis) AG, Stuttgart/Berlin.Der Dienstleister will auch unter dem Dach der geplanten Daimler-Chrysler AG eigenständig bleiben.Vorgesehen sei der neue Name Daimler-Chrysler Services (Debis) AG.Debis-Chef Mangold kündigte eine Ausweitung von Aktivitäten auf dem US-Markt an.

Kia Motors Corp., Seoul.Für den pleitegegangenen südkoreanischen Autobauer haben drei der größten Autohersteller des Landes, Hyundai, Daewoo und Samsung, in einer zweiten Auktion geheime Angebote abgegeben.Der US-Konzern Ford hatte zehn Tage zuvor bekanntgegeben, daß er nicht mehr für Kia und Asia bieten werde.

Volkswagen AG, Wolfsburg.Volkswagen Bratislava, eine 100prozentige Tochter der VW AG, hat die Produktion deutlich ausgeweitet.Die Fertigung erreichte zum 31.August 74 700 Fahrzeuge nach 26 300 im Vergelichszeitraum des Vorjahres.

Rütgers Automotive AG, Essen.Das Unternehmen will seinen Umsatz bis zum Jahr 2002 auf rund eine Mrd.DM ausbauen.Bis dahin sollen weitere 240 Mill.DM investiert werden.1997 erzielte die AG mit Reibbelagtechnik, Akustik und Kunststofftechnik einen Umsatz von 641 Mill.DM.

Deutsche Shell AG, Hamburg.Der Konzern rechnet nach seiner Neustrukturierung mit 15 Prozent weniger Arbeitsplätzen.Nur noch etwa die Hälfte der derzeit 850 Mitarbeiter sollen in der Firmenzentrale beschäftigt werden.Die Arbeitsplätze der übrigen Mitarbeiter könnten dezentralisiert werden.Sitz der Zentrale solle der Großraum Hamburg bleiben.Ein Arbeitsplatzabbau über die bereits angekündigten 15 Prozent der Stellen hinaus sei nicht geplant.

Bayer AG, Leverkusen.Der Chemie-Konzern und die Hoechst-Schering AgrEvo GmbH haben sich in den USA an einem Fonds zur Förderung der Gründung von Biotechnologie-Unternehmen im Bereich Pflanzenschutz (AgBio-Capital Fund) beteiligt.Bayer beteiligt sich über seine US-Niederlassung Bayer Corp Pittsburgh ebenso wie die AgrEvo in Berlin mit jeweils 25 Mill.Dollar.Der Rest stammt von der Transamerica Business Credit Corp mit 25 Mill.und der Royal Bank Capital Corp mit zehn Mill.Dollar.

Thyssen AG, Düsseldorf.Der Konzern will die Aktivitäten der Thyssen Telecom AG und der Thyssen Informatik GmbH in Kürze in einem Unternehmen zusammenführen.Der Schwerpunkt der Tätigkeit werde auf integrierten Kommunikationslösungen für große und mittelständische Betriebe liegen.Der Name des neuen Unternehmens steht noch nicht fest.Bereits im laufenden Geschäftsjahr ist ein Gesamtumsatz von 250 Mill.DM geplant.Mittelfristiges Umsatzziel ist eine Mrd.DM mit rund 2500 Mitarbeitern.

Lockheed Martin Corp, Bethesda.Der US-Rüstungskonzern will die Satellitenkommunikationsfirma Comsat Corp für rund 2,7 Mrd.Dollar (gut 4,5 Mrd.DM) übernehmen.Comsat werde in die Lockheed-Tochter Global Telecommunications eingegliedert, die weltweit Lösungen für Satellitennetzwerke und entwickelt terrestrische Netzwerktechnologien anbietet.

Asea Brown Boveri AG, Zürich.Der Elektrotechnikkonzern hat aus Argentinien einen Auftrag im Wert von 127 Mill.Dollar für Betrieb und Wartung des gerade von ABB gebauten Kraftwerkes Dock Sud in Buenos Aires erhalten.

Rewe-Zentral AG, Köln. Der Handelskonzern will seinen Marktanteil im Osten Österreichs freiwillig unter 50 Prozent senken.Binnen zwei Jahren werde der Konzern einen Teil der kürzlich übernommenen Lebenmittelkette Meinl abstoßen, um möglichen kartellrechtlichen Einsprüchen aus dem Wege zu gehen.

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