Wirtschaft : Aus für das Opel-Werk in Antwerpen Mitarbeiter akzeptieren Sozialplan

Brüssel - Die Opel-Mitarbeiter im Werk Antwerpen haben dem Ende für ihren Standort und einem damit verbundenen Sozialplan mit großer Mehrheit zugestimmt. „Es wird erwartet, dass in einer ersten Phase eine erhebliche Anzahl Mitarbeiter das Angebot annehmen und spätestens bis Ende Juni das Unternehmen verlassen“, erklärte die Geschäftsleitung in der Rüsselsheimer Opel-Zentrale am Dienstag. Die rund 2600 Antwerpener Beschäftigten hatten am Montag über den Plan abgestimmt. Er sieht Frühpensionierungen und Abfindungen bis zu 144 000 Euro vor. Der Rückzug vom Traditionsstandort galt als einer der Stolpersteine bei der Sanierung von Opel. Betriebsräte und Gewerkschaften hatten gegen die Schließung protestiert und von der Zukunft Antwerpens einen Sanierungsbeitrag der Belegschaft abhängig gemacht. Management und Arbeitnehmervertreter vereinbarten nun, zusammen mit der flämischen Regionalregierung bis Ende September nach einem neuen Investor zu suchen. „Sollte die Suche nicht positiv abgeschlossen werden können, würde der Sozialplan auch für die verbliebenen Mitarbeiter greifen und das Werk würde zum Jahresende schließen“, teilte Opel mit.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors hatte im Januar angekündigt, Antwerpen aufgeben zu wollen. Dies brachte den betroffenen Arbeitnehmern die Solidarität von Opelanern auch an anderen Standorten ein. Der Gesamtbetriebsrat drohte damit, dass die Belegschaft sich nicht an den Sanierungskosten beteiligen würde, wie die Opel-Spitze dies fordert. Opel-Chef Nick Reilly erklärte am Dienstag, er sei „zuversichtlich, dass wir nun zu einer Vereinbarung mit unseren Arbeitnehmervertretern über die geplanten Kostenreduzierungen auf europäischer Ebene kommen können“. AFP

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