Ausändische Investitionen : Thailand beharrt auf Beschränkungen

Thailand hat die von Investoren heftig kritisierte Beschränkung des Ausländereinflusses bei Joint Ventures verteidigt. 1300 Firmen sind nach Angaben des Verteidigungministeriums betroffen.

Bangkok - Kritiker hätten die Folgen übertrieben, sagte Finanzminister Pridiyathorn Delakula. Die Aktienkurse waren nach der Ankündigung am Dienstag um 2,7 Prozent zurückgegangen. Gegen den Protest ausländischer Handelskammern hatte die Regierung am Dienstag beschlossen, dass Ausländer bei Joint Ventures nur noch 50 Prozent der Stimmrechte halten dürfen. In bestimmten Industrien ist der Ausländeranteil am Firmenkapital auf 49 Prozent beschränkt. Investoren umgingen dies bislang, in dem sie zwar thailändische Partner mit Mehrheitsbeteiligung in die Firma holten, ihnen aber wenig Stimmrechte einräumten.

Das neue Gesetz muss noch vom Nationalrat gebilligt werden. Dieser war wie die Regierung nach dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung im September vom Militär eingesetzt worden. Der Präsident des Verbandes der ausländischen Handelskammern in Bangkok, Peter van Haren, geht davon aus, dass Auslandsinvestoren ihr Engagement in Thailand überdenken werden. Die Gesetzesänderung werde negative Folgen haben, warnte er. Die Firmen sollen zwei Jahre Zeit haben, um die neuen Regeln umzusetzen. (tso/dpa)

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