Wirtschaft : Ausbildungsinstitut beschlossen - Kooperation mit Schmitt Consulting

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Das Berliner Softwarehaus Lipro, das seit 1999 am Neuen Markt notiert ist, hat seine Unternehmensziele übertroffen. Der Umsatz stieg 1999 um 154 Prozent auf 9,40 Millionen Mark. Das Ergebnis nach Steuern betrug minus 66 000 Mark verglichen mit einem Minus im Vorjahr von 1,2 Millionen Mark. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich 1999 auf minus 2,38 Millionen Mark, im Vorjahr lag es bei minus 2,98 Millionen Mark. Noch im vergangenen Oktober war man von einem Umsatzvolumen von 7,26 Millionen Mark und einem Ergebnis nach Steuern von minus 1,76 Millionen Mark ausgegegangen.

"Wir haben damit die Break-even-Schwelle ein Jahr früher als geplant erreicht", sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Küchler. In diesem Jahr soll das Ergebnis vor Steuern auf 3,6 Millionen Mark steigen der Umsatz auf 35 Millionen Mark vervierfacht werden. Bei den Aufträgen wird eine Verdoppelung auf 63,5 Millionen Mark angestrebt. Die Mitarbeiterzahl soll von zurzeit 183 Mitarbeitern auf 250 Mitarbeiter aufgestockt werden. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung will Vorstandschef Küchler von rund elf Millionen Mark in diesem Jahr auf 13 Millionen Mark im nächsten Jahr steigern. "Ausgesprochen erfolgreich", ist laut Küchler auch das Russlandgeschäft des Unternehmens. Man werde die Kontakte demnächst in Moskau weiter ausbauen.

Um dem Nachwuchsmangel in der Informationstechnologie abzuhelfen, wird das Unternehmen zusammen mit einer Berliner Fachhochschule ein Ausbildungsinstitut gründen. Zugleich gab Lipro eine Partnerschaft mit der Schmitt Consulting GmbH bekannt, einem führenden Anbieter von elektronischem Datenaustausch (EDI-Systeme). Ziel sei die komplette Übernahme des "hoch interessanten Nischenanbieters", sagte Vorstandschef Dieter Küchler. Lipro ist nach eigenen Angaben weltweit führend bei Software-Lösungen für dezentrales Produktionsmanagement sowie elektronisch gesteuerte Produktionsprozesse, dem E-Manufacturing.

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