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Ausblick 2013 : Top-Manager setzen auf USA und Asien

02.01.2013 00:00 Uhr
Von strategischer Bedeutung. China ist der größte Automarkt der Welt. Foto: rtr Foto: REUTERSBild vergrößern
Von strategischer Bedeutung. China ist der größte Automarkt der Welt. Foto: rtr - Foto: REUTERS

Unternehmen sorgen sich vor unsicherer Politik.

Die deutschen Unternehmen sehen in diesem Jahr ihre besten Geschäftschancen in den Schwellenländern Asiens. Zugleich setzen viele Firmen aber auf ein Wiedererstarken der US- Wirtschaft. „Wir sind für die wirtschaftliche Entwicklung gerade in den USA durchaus optimistisch“, sagt Nicola Leibinger-Kammüller, Chefin des Fertigungs- und Medizintechnikspezialisten Trumpf. Das „Handelsblatt“ hat die Trumpf-Chefin und weitere sechzehn Top-Manager großer deutscher Unternehmen gefragt, vor welcher großen Herausforderung ihr Unternehmen in diesem Jahr steht und welche Wirtschaftsregion 2013 besonders in ihrem Fokus ist.

Von der wirtschaftlichen Entwicklung Europas erhoffen sich die meisten Chefs in diesem Jahr nur wenig.

Automobilhersteller wie BMW gehen bestenfalls von einer Stagnation auf dem Heimatkontinent aus. Der Blick der Topmanager richtet sich daher auf Asien und vor allem auf China. „Die chinesische Volkswirtschaft wird auch im kommenden Jahr eine treibende Kraft der globalen Wirtschaft sein“, sagt Axel Heitmann, Vorstandschef des Chemiekonzerns Lanxess. Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche erklärte: „China hat sich zum größten Fahrzeugmarkt der Welt entwickelt und wird weiter wachsen. Damit kommt dem chinesischen Markt eine strategische Bedeutung zu, die wir mit einem eigenen Vorstandsressort für China unterstreichen.“

Aber das Wachstum kommt künftig nicht aus China allein. „Jetzt beginnt verstärkt die Industrialisierung in den südostasiatischen Ländern sowie in Indochina und dem Nahen Osten“, beobachtet Heinrich Weiss, Chef des Anlagenbauers SMS Group. Er spürt zudem einen Trend zur Re-Industrialisierung in den Vereinigten Staaten. Auch Bilfinger-Berger-Chef Roland Koch will auf beiden Märkten aktiv sein. Er erklärte, sein Unternehmen werde „seine Basis vor allem in den Vereinigten Staaten und in Asien ausbauen“.

Als größte Herausforderung in diesem Jahr sehen die Top-Manager das erfolgreiche Wirtschaften in einem politisch sehr unsicheren Umfeld. Sie befürchten, dass die Nachfrage weiterhin sehr stark schwanken wird. bef/HB

Börse & Finanzen

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