Wirtschaft : Ausgaben legen um 2,9 Prozent zu

Die deutschen Verbraucher haben nach Berechnungen von Volkswirten 1999 rund 2,9 Prozent mehr Geld für Konsumgüter ausgegeben als im Jahr zuvor. Die Belebung der Konsumnachfrage im Frühjahr des vergangenen Jahres habe sich auch in den Folgemonaten fortgesetzt, schreibt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin in seinem am Mittwoch veröffentlichten Wochenbericht. Einen wesentlichen Teil des zusätzlichen Konsums hätten die Verbraucher dabei mit ihren Ersparnissen finanziert, da die Löhne und Gehälter lediglich um 1,8 Prozent netto und damit langsamer gestiegen seien als die Ausgaben.

Die Rahmenbedingungen sprechen laut DIW für eine leichte Aufwärtsentwicklung des privaten Konsums im Jahresverlauf. Die verfügbaren Einkommen der Haushalte dürften um gut drei Prozent zulegen und damit stärker wachsen als 1999.

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland stiegen im letzten Quartal 1999 erstmals seit dem Frühjahr 1998 wieder um ein Prozent. Der leichte Inflationsanstieg sei vor allem auf die gestiegenen Ölpreise zurückzuführen. Allein die Kosten für Benzin und andere Kraftstoffe seien um rund 17 Prozent nach oben gegangen. Für einen Ausgleich hätten die um mehr als neun Prozent gesunkenen Preise für Telefonate gesorgt. Im Bereich Telekommunikation - vor allem bei Mobiltelefonen - seien auch die deutlichsten Mehrausgaben der Verbraucher zu verzeichnen. Die Nachfrage nach Gütern der "Nachrichtenübermittlung" stieg nach DIW-Angaben um 8,8 Prozent.

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