Wirtschaft : Ausländer sind überdurchschnittlich häufig arbeitslos

Die Arbeitslosenquote der Ausländer in Deutschland ist fast doppelt so hoch wie die Erwerbslosenquote insgesamt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln berichtete am Mittwoch aber zugleich, der Abstand sei seit 1997 geschrumpft. Ein Grund dafür sei der abnehmende Entlassungsdruck im produzierenden Gewerbe. Früher sei die Arbeitslosenquote der Ausländer mit jeder Konjunktureintrübung auf eine neue Rekordmarke gestiegen. Lag sie 1980 noch bei fünf Prozent, durchbrach sie nach IW-Angaben in Westdeutschland 1997 die 20-Prozent-Schallmauer. Dann habe sich der Trend jedoch gedreht: Seit 1997 ist die Quote um zwei Prozentpunkte auf 18,4 Prozent gesunken, der Abstand zur allgemeinen Arbeislosenquote hat sich von zehn auf 8,5 Prozentpunkte verringert. Der Ausländeranteil an allen Beschäftigten liege gerade im Gastgewerbe (29 Prozent) und im produzierenden Gewerbe (elf Prozent) deutlich über dem Durchschnitt von 8,9 Prozent.

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