Auslagerung : Telekom will 3000 weitere Stellen abbauen

Der Telekom droht ein neuer Konflikt mit der Gewerkschaft. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge plant der Konzern die Entlassung von 3000 Mitarbeitern.

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Telekom: Ein neuer Gewerkschaftskonflikt wirft seine Schatten voraus. -Foto: ddp

MünchenWenige Wochen nach der Tarifauseinandersetzung um die Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern der Telekom droht in dem Unternehmen ein neuer Konflikt mit der Gewerkschaft. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" aus seiner neuen Ausgabe berichtete, plant der Konzern, die 3000 Mitarbeiter der "Kundenniederlassung Spezial" in die Tochter Vivento Customer Services (VCS) auszulagern und damit auf die Verkaufsliste zu setzen.

Der Marktführer will sich von den VCS-Firmen trennen. "Gerade ist die bittere Auseinandersetzung um T-Service beigelegt, da liegt die nächste Zumutung auf dem Tisch", sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder dem Magazin. "Dagegen werden wir uns wehren."
 
Als nicht neu hat die Telekom die Berichte über die geplanten Stellenstreichungen zurückgewiesen. Das habe der Konzern bereits Ende Juli bekanntgegeben, sagte ein Sprecher. Damals hatte es geheißen, die 2500 Beschäftigten der Abteilung sollten zum 1. September an die 100-prozentige Tochter Vivento Customer Services (VCS) abgegeben werden.

Die Telekom hatte im Juli mitgeteilt, die Mitarbeiter erhielten einen neuen Vertrag und damit neue Arbeitsplätze, die sicher aber mit anderen Konditionen verbunden seien. Die Wochenarbeitszeit steige von 34 auf 38 Stunden, das Gehalt sinke um 2,3 Prozent.

Die "Kundenniederlassung Spezial" ist zuständig für Beschwerden von Kunden der T-Com. Laut "Focus" ist die nun zum Verkauf stehende Einheit auch für Anfragen an Vorstände zuständig. (mit AFP)

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