Wirtschaft : Ausschüttung einer Dividende nach erfreulichem Geschäftsjahr 1999

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Nach Jahren mit schlechten Nachrichten hat die Bankgesellschaft Berlin AG, das Geschäftsjahr 1999 erstmals wieder mit einer, nach eigener Aussage, erfreulichen Ergebnisentwicklung abgeschlossen. Die Risikovorsorge und der Verwaltungsaufwand konnten gesenkt, der Jahresüberschuss deutlich gesteigert werden, teilte das Institut am Freitag mit. Das Ergebnis bestätigte die Neuausrichtung des Konzerns in den vergangenen zwei Jahren, heißt es weiter. Die Konzentration auf strategische Geschäftsfelder unter einheitlicher Leitung habe sich bezahlt gemacht.

Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich 1999 gegenüber dem Vorjahr um 300 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro (rund 980 Millionen Mark). Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge und Zuführung zu den Reserven kletterte um rund 40 Prozent auf 700 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss stieg nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr auf 200 Millionen Euro.

Der Hauptversammlung am 9. Juni wird die Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je Aktie vorgeschlagen. Die gesamte Ausschüttungssumme erreicht 131 Millionen Euro. Für das Jahr 1998 hatten die Aktionäre noch auf eine Ausschüttung verzichten müssen.

Die Bankgesellschaft hatte bereits im vergangenen Herbst mitgeteilt, dass sie die Risikovorsorge im Kreditgeschäft inzwischen für beherrschbar halte. So wurde die Risikovorsorge in der Berichtszeit auf 400 Millionen Euro (rund 800 Millionen Mark) halbiert. Vor allem im Firmenkundengeschäft habe es eine spürbare Entlastung gegeben, während im Immobilienbereich, auf den etwa 60 Prozent der Vorsorge entfallen, noch hohe Risiken bestünden. Seit dem Start der Bankgesellschaft 1994 addiert sich nach weiteren Angaben des Instituts die Risikovorsorge auf insgesamt sechs bis acht Milliarden Mark.

Positiv hebt der Vorstand für das vergangenen Jahr hervor, dass es gelungen sei, den Zinsüberschuss mit 2,1 (Vorjahr 2,0) Milliarden Euro und den Provisionsüberschuss mit 400 (400) Millionen Euro stabil zu halten. Die Verwaltungsaufwendungen gingen leicht auf 1,7 (1,8) Milliarden Euro zurück. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll nach wie vor verzichtet werden. Der Rückgang des Nettoergebnisses aus Finanzgeschäften auf 100 Millionen Euro sei erwartet worden. Detaillierte Zahlen will der Vorstandsvorsitzende der Bankgesellschaft, Wolfgang Rupf, am 10. April vor der Presse bekannt geben.

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