Wirtschaft : Außenhändler warnen vor Verkehrsinfarkt

Berlin - Die Wirtschaft fordert massive Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland. „Es wird dringend Zeit, dass Entscheidungen getroffen werden. Wir ersticken sonst im Stau“, sagte Gerhard Riemann, Vorsitzender des Verkehrsausschusses beim Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), am Freitag in Berlin. Dabei gehe es nicht um einzelne Verkehrsträger. „Uns ist egal, ob der Transport auf der Schiene, mit dem Binnenschiff oder auf der Straße läuft. Wir sind darauf angewiesen, dass sich unsere Waren bewegen und nicht auf der Straße stehen“, sagte Riemann. Schon jetzt könnten die Container-Mengen, die etwa in Hamburg angelandet werden, häufig kaum bewältigt werden.

Mit dem starken Außenhandel wachse die Warenmenge, die in Deutschland transportiert werden müsse, wesentlich stärker als noch vor wenigen Jahren gedacht, sagte der Verkehrsmanager Riemann. Bereits 2009 werde beim Lkw-Transport das Niveau erreicht, das für 2015 prognostiziert wurde. Dem stünden aber nicht genügend Investitionen des Staates gegenüber. Von 1992 bis 2004 seien die Mittel für die Straße um sechs Prozent zurückgegangen, der Verkehr aber um rund 18 Prozent gestiegen. Die Bahn bräuchte wiederum eigene Strecken für den Güterverkehr. hop

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