Außenhandel : Russland bei deutscher Wirtschaft beliebt

Die deutsche Wirtschaft hat das vom neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew angekündigte Wirtschaftsprogramm für Russland begrüßt. Auch in Zukunft wollen Deutschland und Russland wirtschaftlich eng zusammenarbeiten.

Jekaterinburg In einem Positionspapier des Ost-Ausschusses wird das "große Interesse" der deutschen Wirtschaft am weiteren Ausbau der strategischen Partnerschaft mit Russland betont - auch durch neue Projekte, etwa in der Luft- und Raumfahrt, der Hochtechnologie oder dem Gesundheitswesen.

Deutschland ist Russlands wichtigster Handelpartner

Russland zähle inzwischen zu den "attraktivsten Investitionsstandorten in Europa", heißt es in dem während des Russlandbesuchs von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Jekaterinburg veröffentlichten Papier. Die Resonanz der im Land tätigen Unternehmen sei "anhaltend positiv, die Stimmung deutlich optimistisch". 83 Prozent der Firmen beurteilten die eigene Geschäftslage gut bis sehr gut. Allein für dieses Jahr seien deutsche Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro geplant.

"Noch nie standen sich die beiden Länder wirtschaftlich so nahe", heißt es weiter. Deutschland sei nach wie vor der wichtigste Handelspartner mit dem Russland rund zehn Prozent seines Außenhandels bestreite. Die deutschen Ausfuhren seien im Jahr 2007 auf 28,19 Milliarden Euro gestiegen (plus 20,6 Prozent gegenüber 2006). Die Exporte nach Russland hätten damit fast doppelt so stark zugenommen wie die gesamten deutschen Ausfuhren. Der Handelsumsatz lag 2007 demnach bei knapp 57 Milliarden Euro.

Wichtig sei allerdings, dass Medwedews Ankündigungen "auch Taten folgen", heißt es in dem Papier. Der Schlüssel für ein dauerhaftes Wachstum liege in der Modernisierung der russischen Wirtschaft und einer Verbreiterung der Exporte. Dafür benötige das Land auch mehr Investitionen aus dem Ausland. Deshalb dürfe das von der Regierung in Moskau im Parlament eingebrachte Gesetz zur Beschränkung von ausländischen Investitionen in "strategischen Bereichen" nicht zur Ausgrenzung ausländischer Interessenten führen. (th/dpa)

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