Auto des Jahres : Umweltsieger hat Hybrid-Antrieb

Umweltfreundlichstes Auto des Jahres ist erneut ein Auto mit spritsparendem Hybrid-Antrieb aus Japan: der Honda Civic Hybrid. In der Bewertung durch den Verkehrsclub VCD rücken zunehmend Diesel mit Filter auf.

Berlin - In puncto Verbrauch, Schadstoffausstoß und Lärm schnitt der Honda im Vergleich mit mehr als 350 anderen Pkw-Modellen am besten ab, wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) mitteilte. Unter den Top Ten des Verbandes ist nur ein einziges deutsches Auto: der VW Polo BlueMotion, ein sparsamer Diesel mit wirksamem Rußpartikelfilter. Da Dieselautos in Deutschland zunehmend mit solchen Filtern angeboten werden, rücken sie in der Liste der umweltfreundlichsten Autos auf. Eine sinnvolle Technik ist laut VCD auch der Erdgasantrieb bei großen Pkw mit sieben Sitzen. Insgesamt zeichnete der Verband 80 Autos mit einem grünen Balken für Umweltfreundlichkeit aus.

Autos mit Hybrid-Antrieb haben neben einem Verbrennungs- einen Elektromotor, der die beim Bremsen oder Verlangsamen entstehende Energie nutzt. Ihren Vorteil, den sparsamen Spritverbrauch, können sie deshalb vor allem im Stadtverkehr oder auf Landstraßen ausspielen. Allerdings sind Autos mit Hybrid-Antrieb relativ teuer: Der Umweltsieger Honda Civic Hybrid etwa kostet 22.900 Euro, der auf dem zweiten Platz gelandete Vorjahressieger Toyota Prius mit Hybridantrieb sogar 24.500 Euro. Die drei baugleichen Modelle, die sich den dritten Platz teilen, der Citroën C1, der Peugeot 107 Petit Filou und der Toyota AYGO, kosten dagegen 9000 Euro.

VDC: Senkung des Durchschnittsverbrauchs

Angesichts der Klimaerwärmung, die in diesem Sommer wieder ins Bewusstsein vieler gerückt ist, und auch mit Blick auf die hohen Spritpreise fordert der VCD von der Autoindustrie vor allem die Senkung des Durchschnittsverbrauchs der Pkw. Die Autobauer setzten dagegen mehr auf Luxus, Größe und Gewicht als auf sparsamen Verbrauch, kritisierte Gerd Lottsiepen vom VCD. Die europäische Autoindustrie werde ihre freiwillige Selbstverpflichtung, den Ausstoß des klimaschädlichen C02 bei Neuwagen bis 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm pro Kilometer zu verringern, nicht erfüllen. Deshalb erneuerte der VCD seine Forderung nach einer Kfz-Steuer, die nach dem CO2-Ausstoß und nicht mehr nach dem Hubraum bemessen wird. Zudem müssten EU-weit verbindliche Grenzwerte eingeführt werden. (tso/AFP)

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