Wirtschaft : Autobauer erwarten von IAA die Wende Die Messe soll der Branche

den Konjunkturimpuls bringen

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Frankfurt (Main) (ro/rtr). Die deutsche Automobilindustrie setzt große Hoffnungen auf die am 11. September beginnende 60. Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Bernd Gottschalk, Präsident des Branchenverbandes VDA, gibt sich vor der Schau ausgesprochen optimistisch. Es habe noch nie vor einer IAA so viel Anlass für Zuversicht gegeben, sagte der ehemalige DaimlerManager. Für 2003 rechnet er damit, dass in Deutschland die am Jahresanfang vorausgesagten 3,25 Millionen Neuzulassungen auch erreicht werden. Im Export könnte es mit mehr als 3,55 Millionen Fahrzeugen sogar eines der drei besten Jahre überhaupt für die Autobauer werden. 2004 erwartet der VDA-Präsident auch dank der IAA wieder ein deutlich besseres Autojahr.

Derweil hat sich der Chef von Daimler-Chrysler, Jürgen Schrempp auf den Weg nach China gemacht. Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern hat offenbar den erhofften chinesischen Partner für den Aufbau einer Mercedes-Pkw- und Lkw-Produktion gefunden. „Wir werden in den nächsten Tagen in Peking ein umfassendes Rahmenabkommen mit Beijing Automotive Industry unterschreiben“, sagte Schrempp dem „ Spiegel“ . Dabei seien Investitionen von einer Milliarde Euro geplant. In Delegationskreisen hieß es, Schrempp, Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes und Chefstratege Rüdiger Grube würden am Montag in Peking erwartet. Zusammen mit Beijing Automotive produziert Chrysler seit Jahrzehnten in einem Joint-venture bereits Geländefahrzeuge und seit kurzem auch den Mitsubishi Pajero. Zuletzt verkaufte Mercedes-Benz rund 8000 Import-Pkw im Jahr in China. Weltweit rechnet Mercedes Benz erst im kommenden Jahr mit einem anziehenden Autoabsatz.

Auch Opel hofft darauf, dass „endlich der Auto-Markt anspringt“, um ein stabiles positives Ergebnis zu erreichen. Opel-Chef Carl Peter Forster erklärte der „Bild am Sonntag“, Opel habe nach verlustreichen Geschäftsjahren ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2003 hinter sich gebracht. „Allerdings basiert unsere Strategie auf einem Fünfjahresplan und den haben wir nicht einmal zur Hälfte erfüllt“, sagte Forster. Vom kommenden Jahr an will Opel als erster deutscher Hersteller Rußpartikelfilter serienmäßig anbieten.

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