Autobranche : BMW bremst Daimler aus

Der Verlust bei BMW fiel geringer aus als erwartet. Daimler musste dagegen im Pkw-Geschäft ein Absatzminus von gut 27 Prozent hinnehmen.

BerlinBMW hat seinen direkten Wettbewerber Daimler im ersten Quartal mit vergleichsweise stabilen Geschäftsergebnissen ausgebremst. Zwar entstand auch bei den Bayern ein Verlust – er fiel mit 152 Millionen Euro jedoch weitaus geringer aus als erwartet. Daimler war deutlich tiefer in die roten Zahlen geraten. Auch die Absatzzahlen der BMW-Group mit den Marken BMW und Mini brachen weltweit um rund 21 Prozent ein. Daimler musste aber im Pkw-Geschäft ein größeres Absatzminus von gut 27 Prozent hinnehmen. In Deutschland verkaufte BMW sieben Prozent weniger, Daimler 19 Prozent. Die Börse honorierte die am Mittwoch vorgelegten BMW-Zahlen: Die Aktie stieg zeitweise um mehr als sieben Prozent.

BMW-Chef Norbert Reithofer, der schon im vergangenen Jahr frühzeitig vor einem Einbruch der Autonachfrage gewarnt hatte, blieb

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auch am Mittwoch vorsichtig. „Die Zahlen zeigen: Für Entwarnung ist es noch viel zu früh.“ Am weltweiten Automobilmarkt rechne BMW 2009 mit einem Rückgang von bis zu 20 Prozent. Der Premiumhersteller sei aber gut gerüstet. BMW verfüge über liquide Mittel in Höhe von rund zehn Milliarden Euro, der Cash-Flow (Kassenzufluss) sei positiv, die Kosten im Vergleich zum ersten Quartal 2008 gesunken.

Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres hatte Reithofer ein rigides Stellenabbauprogramm angekündigt. Seit dem ersten Quartal 2008 sank die Mitarbeiterzahl bei BMW um rund 13 500, darunter 6000 Zeitarbeiter. Hinzu kamen Kosteneinsparungen im Einkauf, im Vertrieb sowie in Forschung und Entwicklung. Im Januar 2009 kündigte BMW außerdem Kurzarbeit in vier deutschen Werken an, um die Produktion zu drosseln.

All dies zahlt sich nun aus. So hält BMW zum Beispiel an seinen Investitionen auf dem wichtigen US-Markt fest. mot

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