Autobranche : Opel will Produktion weiter herunterfahren

Der Autobauer Opel plant nach Angaben des Betriebsrats neue Einschnitte. In zahlreichen europäischen Werken sollen dem Betriebsrat zufolge mindestens ein Fünftel weniger Autos produziert werden.

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Opel will weniger Autos bauen. -Foto: dpa

Düsseldorf2009 solle in den europäischen Werken, in denen der Fahrzeugtyp Astra vom Band rolle, die Produktion dieses Autos um 20 bis 30 Prozent zurückgefahren werden, sagte der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, der "Rheinischen Post". Der Produktionsrückgang erzwinge auch angepasste Arbeitszeiten. Für Bochum, wo außer dem Astra auch der Zafira gebaut wird, seien entweder der Wegfall der Nachtschicht, 70 Tage Kurzarbeit im kommenden Jahr oder eine Senkung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 30 Stunden ohne Lohnausgleich im Gespräch.

Den Ausfall der Nachtschicht schloss Einenkel in der "Rheinischen Post" aus, denn dies würde zu einem Stellenabbau führen. Die anderen beiden Varianten hätten demnach eine durchschnittliche Gehaltseinbuße von 15 Prozent zur Folge.

Van Ooyen fordert Verstaatlichung von Opel

Der Spitzenkandidat der hessischen Linken, Willi von Ooyen, brachte unterdessen eine Verstaatlichung von Opel in die Diskussion. "Ich nehme an, dass einige Firmen, beispielsweise Opel, heute ziemlich günstig zu haben sind", sagte van Ooyen der "Frankfurter Rundschau": "Die Frage ist, ob man eine solche Firma als Staat übernehmen will oder ob man andere vernünftige Konstellationen wie Genossenschaften findet." Van Ooyen sprach sich für eine weitgehende Verstaatlichung von Unternehmen aus: "Wir sollten das Bankgeschäft, aber auch die Schlüsselindustrien in demokratische Kontrolle zurückführen", sagte er. (mhz/AFP)

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