Autobranche : Sauberer Strom für saubere Pkws

Die Zukunft fährt elektrisch. Im Jahr 2020 sollen nach dem Willen der Bundesregierung eine Million batteriebetriebene Autos auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Obwohl reine E-Autos kein Kohlendioxid ausstoßen – anders als Hybride, die noch einen Verbrennungsmotor an Bord haben – ist ihre Ökobilanz nicht CO2-frei. Denn in Deutschland wird nur ein kleiner Teil des Stroms aus erneuerbaren Quellen (Wind, Biomasse, Wasser, Sonne) gewonnen. In China, Vorreiter in Sachen E-Mobilität, fällt die Bilanz noch ungünstiger aus, weil dort besonders viele schmutzige Kohlekraftwerke in Betrieb sind.

Ohne einen steigenden Anteil CO2- freier Stromgewinnung bleibt elektrische Mobilität also eine Mogelpackung. Der ADAC fordert deshalb, dass den Erneuerbaren im Energiekonzept der Regierung „eine größere Bedeutung als bisher“ beigemessen wird, wie ein Sprecher sagt. „Elektromobilität setzt sich nur langsam durch, die Politik könnte es beschleunigen.“ Anreize für die Industrie, Strom aus regenerativen Quellen zu gewinnen, seien „der richtige Weg“. Der Autoverband VDA ist vorsichtiger. Der Energiemix „aus fossilen, erneuerbaren Energien sowie nuklearen Brennstoffen“ biete „besondere Versorgungssicherheit“, sagt Präsident Matthias Wissmann. „Solange regenerative Energiequellen die Versorgung nicht zuverlässig und zu wettbewerbsfähigen Preisen sichern können, brauchen wir diesen breiten Strommix.“ Schon jetzt gehöre der in Deutschland erzeugte Strom zu den teuersten. „Deshalb sind alle staatlichen Maßnahmen, die zu einer weiteren Verteuerung führen, zu vermeiden“, appelliert Wissmann an die Bundesregierung. mot

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