Autoindustrie : Wennemer wird zum Opel-Retter

Der frühere Chef des Autozulieferers und Reifenproduzenten Continental, Manfred Wennemer, kehrt nach zehn Monaten Pause auf die große Bühne zurück.

Düsseldorf/Berlin - Wie das „Handelsblatt“ aus Regierungskreisen erfuhr, soll der Ex-Conti-Manager die Interessen Berlins bei der Opel-Rettung im Auge behalten. Geplant ist, den 61-Jährigen am heutigen Dienstag in der Auftaktsitzung des Beirats der Opel-Treuhandgesellschaft als Vertreter des Bundes zu ernennen.

Die Treuhandgesellschaft hält bis zur Übernahme durch Investoren 65 Prozent der Anteile an Opel. Die „Wirtschaftswoche“ hatte vorab von der Wahl Wennemers berichtet. Der ehemalige Conti- Chef war von seinem Posten im August 2008 nach der Niederlage im Übernahmekampf mit dem Familienunternehmen Schaeffler zurückgetreten.

Als Vertreter der Länder zieht nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministeriums der FDP-Politiker und Unternehmensberater Dirk Pfeil in den Beirat ein. Die Opel-Muttergesellschaft General Motors (GM), die noch 35 Prozent an dem Unternehmen hält, ist über den globalen Produktentwicklungs-Chef John Smith und den Europa-Finanzchef Enrico Digirolamo vertreten. Den Vorsitz hat der Präsident der US-Handelskammer in Deutschland, Fred Irwin.

Der Beirat der Opel-Treuhandgesellschaft soll über die Verwendung der staatlichen Mittel zur Opel-Rettung wachen. Favorit für die Übernahme ist der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna mit der russischen Sberbank als Partner. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte aber in der vergangenen Woche betont, dass es noch weitere Interessenten für Opel gebe. saf/mcs (HB)/AFP

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