Autokonzerne : Ford steckt weiterhin tief in den roten Zahlen

Der US-Autobauer Ford steckt weiter schwer in der Krise. Im dritten Quartal 2006 verzeichnete der Konzern nach eigenen Angaben einen Nettoverlust von 5,8 Milliarden Dollar.

Dearborn - Der Umsatz ging in dem Quartal um sechs Prozent auf 32,6 Milliarden Dollar zurück. Der erst im vergangenen Monat angetretene Ford-Chef Alan Mulally bezeichnete die Zahlen als "klar unakzeptabel". Der Konzern müsse den geänderten Wünschen der Kunden Rechnung tragen und "kleinere, effizientere Fahrzeuge" bauen. Mulally kündigte an, den Plan zur Umstrukturierung "aggressiv" umzusetzen, um profitabler zu wirtschaften.

Die Bilanzzahlen für das dritte Quartal beinhalten Rückstellungen für die geplante Umstrukturierung, in deren Verlauf bis 2008 etwa 45.000 Stellen allein in Nordamerika abgebaut werden sollen. Ohne diese Sonderausgaben hätte sich der Quartalsverlust auf 1,2 Milliarden Dollar belaufen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Verlust noch bei 192 Millionen Dollar gelegen. Als besonders verlustträchtig erwies sich die zu Ford gehörende Premier Automotive Group (PAG) mit den Marken Aston Martin, Jaguar, Land Rover und Volvo. Allein die PAG verzeichnete ein Quartalsminus von 593 Millionen Dollar. Im August hatte Ford angekündigt, Aston Martin verkaufen zu wollen. (tso/AFP)

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