Autokrise : GM fährt wieder Milliardenverlust ein

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) verbucht im ersten Quartal des Jahres einen Verlust in Höhe von sechs Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro). Allein das Europageschäft mit Opel trug zwei Milliarden Dollar vor Steuern zu dem schlechten Ergebnis bei.

DetroitDie Umsätze in Europa sanken binnen Jahresfrist kräftig auf 5,3 Milliarden Dollar (3,98 Milliarden Euro) von 9,9 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil von GM Europa mit den Marken Opel, Vauxhall und Saab sank im Jahresvergleich von 9,6 auf 8,9 Prozent.

Insgesamt halbierte sich der Umsatz fast auf 22,4 Milliarden Dollar. Das Produktionsvolumen brach um 46 Prozent ein. Für GM ist dies der achte Quartalsverlust in Folge.

Dem größten US-Autobauer droht ein Insolvenzverfahren wie bereits dem Wettbewerber Chrysler. US-Präsident Barack Obama hat der Opel-Mutter ein Ultimatum bis Ende Mai für einen endgültigen Sanierungsplan gesetzt.

Der Konzern verbrannte im ersten Quartal weiter mehr als zehn Milliarden Dollar seiner Barreserven. Der Staat hat GM bislang mit Finanzspritzen von 15,4 Milliarden Dollar am Leben gehalten. Der Autohersteller braucht nach eigenen Schätzungen zur Rettung nochmals Kredite in fast derselben Höhe.

Für GM war 2004 das bislang letzte Jahr mit insgesamt schwarzen Zahlen. Von 2005 bis 2008 fuhr der einst weltgrößte Autobauer
Verluste rund 82 Milliarden Dollar ein. (sp/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben