Autokrise : Porsche sucht Geldgeber

Stuttgart - Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sucht unter Hochdruck nach neuen Geldquellen für den hoch verschuldeten Sportwagenbauer. Der Top-Manager traf sich am Mittwoch in Stuttgart mit Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU), um Wege aus der Finanzmisere von Porsche zu finden. Bei der staatlichen Förderbank KfW hat der Sportwagenbauer ein Darlehen beantragt, wie ein Porsche-Sprecher am Donnerstag bekanntgab. Gleichzeitig intensivieren die Stuttgarter die Suche nach einem Investor, der aus dem arabischen Raum kommen soll.

Das Unternehmen drücken Schulden von neun Milliarden Euro. Die schwierige Finanzsituation von Porsche gilt als ein Knackpunkt bei den festgefahrenen Verhandlungen über ein Zusammengehen mit Volkswagen. Nach Angaben des Unternehmenssprechers verhandelt Porsche neben der KfW-Bank mit weiteren Instituten. Insgesamt gehe es um 2,5 Milliarden Euro. Das Darlehen soll auf die zehn Milliarden Euro aufbauen, die sich Porsche im März zur damals geplanten Machtübernahme bei Volkswagen gesichert hatte. Der Vertrag sah vor, dass das Volumen auf bis zu 12,5 Milliarden Euro aufgestockt werden kann.

Spekuliert wird, dass der Porsche- Chef das Land Baden-Württemberg um Hilfe bei der Suche nach neuen Geldquellen gebeten hat. Auch eine Landesbürgschaft ist noch nicht ausgeschlossen. Einzelheiten aus dem Gespräch mit Oettinger wurden zunächst nicht bekannt. Dieser hatte bereits am Dienstag versichert, Porsche unterstützen zu wollen: „Wir werden alles tun, was uns rechtlich und wirtschaftlich möglich ist, um eine starke Entwicklung von Porsche in Baden-Württemberg zu erreichen.“ dpa

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