Wirtschaft : Automärkte in Spanien und Südkorea brechen ein

Berlin - Das neue Jahr beginnt mit weiteren Hiobsbotschaften aus der Automobilindustrie. Der Autoabsatz in Spanien ist 2008 so stark eingebrochen wie noch nie. Im Verlauf des Jahres sank er um 28 Prozent, wie der Herstellerverband Anfac am Freitag mitteilte. Allein im Dezember habe sich der Absatz auf 72 377 Autos halbiert. Diese Entwicklung sei vor allem auf einen rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit, einen Rückgang bei den verfügbaren Einkommen und verschärfte Kreditbedingungen zurückzuführen.

Hersteller wie VW, Nissan, GM und Ford haben wegen der gesunkenen Nachfrage in ihren spanischen Werken bereits Produktionspausen angeordnet. Ladenhüter waren große Pkw und Minivans. Bei diesen Modellen brach der Absatz allein im Dezember um 83 Prozent ein.

Deutliche Einbußen mussten zuletzt auch die in Europa beliebten südkoreanischen Autohersteller verkraften. Nach den am Freitag veröffentlichten Zahlen der Branche fiel der Absatz von Hyundai Motor, Kia Motors, GM Daewoo Auto & Technology, Renault Samsung sowie Ssang Yong Motor im Vorjahresvergleich um 13 Prozent auf rund 406 000 Einheiten. Die Ausfuhren gingen um fast zehn Prozent auf 319 123 Fahrzeuge zurück. Der Binnenabsatz stürzte um 23,2 Prozent ab. Auch die südkoreanischen Hersteller hatten zuletzt mit Produktionskürzungen auf die Absatzflaute reagiert.

Enttäuschend fallen auch jüngste Daten für einen Hoffnungsträger der Autoindustrie aus: Hybridfahrzeuge. Die Rezession und die wieder gesunkenen Spritpreise torpedieren laut Marktforschern den Absatz energiesparender Autos mit Hybrid-Antrieb in den USA. Im November schrumpfte der Verkauf von Hybrid-Fahrzeugen um 53 Prozent, zitierte die „Financial Times“ am Freitag die Marktforscher von Autodata. Insgesamt sank der Autoabsatz in dem Monat im Jahresvergleich lediglich um 37 Prozent. Tsp

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