Wirtschaft : Automarkt: Die Monti-Regeln

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EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will für mehr Wettbewerb unter den Autohändlern und unter den Werkstätten sorgen - zum Wohle der Verbraucher. Denn die dürfen dann auf niedrigere Preise für Neuwagen wie auch für Service und Reparaturen hoffen. Seine Vorschläge sehen folgende Veränderungen vor:

Neuwagenverkauf

Die bisher enge Bindung zwischen Vertragshändlern und Herstellern wird gelockert. Künftig wird dem Autohändler nicht mehr vorgeschrieben, in welchem Gebiet er Neuwagen verkaufen kann. Dann kann er von seinem Standort aus in allen 15 EU-Ländern verkaufen - auch über das Internet. Zudem wird der Vertrieb durch eigene Filialen erlaubt. So kann etwa ein spanischer Händler in Deutschland Autos anbieten. Nach Einschätzung von Experten wird allein die größere Transparenz durch die Angebote im Internet dafür sorgen, dass Preise für Neuwagen in einigen EU-Ländern - auch in Deutschland - in Bewegung geraten.

Ein Autohändler ist künftig nicht mehr exklusiv nur an die Palette eines Automobilkonzerns gebunden sondern darf parallel mehrere Marken anbieten. Ein Opel-Händler kann seinen Kunden demnach auch Neuwagen von Renault oder Toyota anbieten.

Werkstatt

In Zukunft können Service und Wartung unabhängig vom Verkauf erfolgen. Neuwagenhändler dürfen die Dienstleistung unter Einhaltung der Qualitätsstandards an Subunternehmen oder freie Werkstätten abtreten. Zudem können eigenständige Werkstattketten für bestimmte Automarken entstehen.

Originalteile müssen nicht mehr über die Konzerne bestellt, sondern können künftig direkt und damit zu erheblich günstigeren Preisen vom Zulieferer bezogen werden.

Die Konzerne werden dazu verpflichtet, künftig den freien Werkstätten alle technischen Daten und Diagnose-Instrumente zugänglich zu machen.

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