Wirtschaft : Automobil-Branche: Deutsche Hersteller erreichen Spitzenabsatz in den USA

General Motors, Ford und Chrysler kämpfen im heimischen Markt mit Absatzproblemen und hohen Neuwagenhalden. Die schwache US-Konjunktur hat in den vergangenen Monaten zu einem drastischen Absatzrückgang geführt, wovon Detroit schwer betroffen war. Dagegen konnten die deutschen und anderen ausländischen Autohersteller weiter kräftig zulegen. Es wurden im US-Markt im Jahr 2000 rund 17,4 Millionen Autos ausgeliefert nach 16,9 Millionen im Vorjahr. Das war ein neuer Absatzrekord. Im laufenden Jahr erwarten US-Automobilfachleute allerdings nur noch einen Gesamtabsatz von 16 bis 16,5 Millionen Autos. Im Dezember fiel der Absatz von General Motors um 18 Prozent, von Ford um 14,1 Prozent und von Chrysler um 15 Prozent. Die drei US-Autofirmen haben ihre Produktion inzwischen scharf zurück gefahren.

Chrysler hat im Jahr 2000 im eigenen Markt rund 2,52 Millionen Autos verkauft, oder vier Prozent weniger als im Vorjahr. Ford lieferte 4,2 Millionen Autos aus, plus 0,9 Prozent. Das war ein neuer Rekord. Bei GM ging der Jahresabsatz um ein Prozent auf 4,95 Millionen Autos zurück. Chrysler wird wegen der Marktabschwächung und der überhöhten Lagerbestände im Januar mehrere seiner insgesamt zwölf nordamerikanischen Autofabriken temporär schließen, kündigte Chrysler-Chef Dieter Zetsche an.

Die Deutschen Automobilhersteller Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche haben im Jahr 2000 dagegen mit Verkaufsrekorden in den USA geglänzt. Sie erhöhten ihren Gesamtabsatz um 14,3 Prozent auf 853 298 Autos. Im Dezember haben die deutschen Firmen insgesamt ihren US-Verkauf kräftig um 18,9 Prozent auf 76 824 Fahrzeuge gesteigert.

Mercedes-Benz hat im Jahr 2000 einen Rekordabsatz von 205 614 Fahrzeugen verbucht (plus 8,5 Prozent); BMW erhöhte den Absatz um 22 Prozent auf 189 423 Autos. VW verkaufte 355 479 (plus 12,6 Prozent) Fahrzeuge. Damit war VW die meistverkaufte europäische Fahrzeugmarke in den Vereinigten Staaten. Audi lieferte 80 372 Autos (plus 21,9 Prozent) und Porsche 22 410 (plus 7,4 Prozent).

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