Automobilbranche : Karmann baut 1770 Stellen ab

Der Fahrzeugbauer Karmann will jede dritte Stelle in Deutschland abbauen. Davon betroffen sind zunächst die Werke in Osnabrück und Rheine. Schon bald drohen weitere Schließungen.

Karmann
Karmann wurde bekannt durch exklusive Autos, jetzt steht der Fahrzeugbauer vor dem Aus. -Foto: dpa

OsnabrückDer Autobauer Karmann in Osnabrück baut rund 1770 von derzeit 5000 Stellen in Deutschland ab. Das Unternehmen schließe auch nicht aus, sich ganz aus dem Bau kompletter Autos zurückzuziehen, teilte das Unternehmen heute mit. Demnach sollen am Stammsitz Osnabrück rund 870 von insgesamt 4000 Stellen wegfallen, in Rheine sogar 900 der bestehenden 1000. Geschäftsführer Peter Harbig verwies zur Begründung für den Personalabbau auf das Auslaufen von Aufträgen zum Bau von Cabrios und anderer Nischenmodelle für die großen Automobilkonzerne. Die "dramatisch veränderten Rahmenbedingungen im Fahrzeugbau" ließen keine anderen Schritte zu.

Die Gesamtfahrzeugprojekte in Osnabrück laufen nach Angaben des Unternehmens in Osnabrück Ende 2008 aus. Wenn es nicht gelinge, bis zum 1. Juli 2008 einen Nachfolgeauftrag für die Produktion zu gewinnen, sei auch eine Schließung des Bereichs Fahrzeugbau im Jahr 2009 möglich. Allein dieser Unternehmensbereich zählt 2000 Beschäftigte.

Insgesamt beschäftigt Karmann weltweit 7000 Mitarbeiter an sechs Standorten. Karmann hatte bereits im Jahr 2006 über 600 Stellen in Deutschland in der Produktion abgebaut. Weltweit beschäftigt das Unternehmen derzeit noch rund 7000 Mitarbeiter. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro verzeichnete, rechnet im laufenden Jahr mit kräftigen Rückgängen. (mit AFP/dpa)

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