Automobilhersteller : Winterkorn bleibt bis 2016 VW-Chef

Martin Winterkorn steht weitere fünf Jahre an der Spitze des Autoherstellers Volkswagen. Der Aufsichtsrat habe den Vertrag einstimmig verlängert, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Martin Winterkorn.
Martin Winterkorn.Foto: dapd

Berlin - Winterkorn werde Europas größten Automobilhersteller bis Ende 2016 führen. Den Vorstandsvorsitz hatte Winterkorn 2007 übernommen. Der derzeit laufende Vertrag endet am 31. Dezember 2011.

Winterkorn, der als enger Vertrauter des VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch gilt, hat ein gutes Jahr 2010 hinter sich. Der Wolfsburger Konzern dürfte erstmals mehr als sieben Millionen Autos und Lkw verkauft haben. Die VW-Aktie verdoppelte sich an der Dax-Spitze. Winterkorn hat sich ein großes Ziel gesetzt: VW soll Toyota an der Weltspitze überholen. Bis 2018 hat er seinem Unternehmen dafür gegeben. Zuvor warten noch wichtige Integrationsaufgaben: Porsche, MAN/Scania und Suzuki müssen einen Platz im VW-Konzern finden.

Bei Führungskräften genießt der VW-Chef einen guten Ruf. So verteidigte er zum Beispiel mit einer Schulnote von 2,1 bei der Umfrage „Manager nach Noten“ des Wiesbadener Unternehmensberaters Manfred Niedner seinen Spitzenplatz mit deutlichem Abstand.

Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh begrüßte die Vertragsverlängerung als Zeichen von Kontinuität. „Mit Martin Winterkorn werden wir unseren Erfolgskurs fortsetzen“, meinte er. „Das Trio Ferdinand Piëch, Martin Winterkorn und Hans Dieter Pötsch soll aus unserer Sicht gemeinsam mit der Belegschaft auch die kommenden sechs Jahre bestreiten.“

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