Wirtschaft : Automobilindustrie: Deutsche Firmen sehr erfolgreich auf dem US-Markt

Die deutschen Automobilhersteller haben im Juli im US-Markt weiter kräftig zugelegt. Dagegen mussten General Motors, Ford und Chrysler Rückschläge verkraften. Der Absatz der großen Drei aus Detroit ist trotz durchschnittlicher Verkaufshilfen von 1800 Dollar je Auto im Juli deutlich gefallen. Ford verbuchte einen Rückgang von 12,8 Prozent auf 303 043 Autos; bei General Motors wurden mit 360 881 Stück neun Prozent weniger Autos verkauft. GM-Verkaufschef Bill Lovejoy rechnet allerdings damit, dass 2001 das drittbeste Verkaufsjahr wird, das es je gegeben hat. Branchenanalysten erwarten dagegen eine weiteren Abschwächung des US-Automarktes. Vor allem gehen die hohen Rabatte und andere Verkaufshilfen zu Lasten der Gewinne. Die Chrysler Group, die US-Autosparte von Daimler-Chrysler, hielt sich im Juli mit minus drei Prozent auf 191 466 Fahrzeuge besser als erwartet.

Die BMW of North America steigerte den Juli-Absatz gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 26 Prozent auf 19 046 Autos. Dabei stiegen die Auslieferungen des BMW-Geländewagens X5 um 69 Prozent auf 3182 Stück. Die amerikanische BMW-Tochter verbuchte auch im Januar-Juli-Abschnitt einen Rekordabsatz von 126 303 Fahrzeugen (plus 22 Prozent). Die Porsche Cars North America lieferte im Juli 2126 Sportwagen in den USA und Kanada aus oder vier Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Es war das beste Juli-Resultat seit 1986. Der Absatz stieg in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um sechs Prozent auf 15 200 Autos. Die Mercedes-Benz USA verbuchte im Juli ein neues Verkaufshoch von 16 155 Autos, plus 5,6 Prozent. Das Unternehmen steigerte seinen Siebenmonats-Absatz um 0,6 Prozent auf 116 371 Autos. Die M-Klasse-Geländewagen und die E-Klasse waren vor allem gefragt.

Bei der VW of America gab es gegenüber dem Vorjahresmonat ein Absatzplus von 6,2 Prozent auf 32 011 Fahrzeuge. VW verkaufte von Januar bis Juli 205 037 Autos im US-Markt gegenüber 209 790 in der Vorjahresvergleichszeit. Jetta, Passat und Golf legten kräftig zu, während der Beetle-Verkauf im Juli um 23,8 Prozent schrumpfte. Audi verbuchte im Juli ebenfalls einen neuen Verkaufsrekord und lieferte 7974 Autos aus. Dies war ein Anstieg von 21,8 Prozent. Audi von Januar bis Juli im US-Markt 51 274 Fahrzeuge ab (plus 9,3 Prozent).

Bob Lutz zu General Motors

Der ehemalige Chrysler-Präsident Bob Lutz wird neuer Produktentwicklungschef bei General Motors. Lutz tritt seinen Posten am 1. September an. Lutz gilt als einer der besten amerikanischen Autoentwickler. Er leitete die Entwicklung zahlreicher Chrysler-Erfolgsmodelle und war damit für das Chrysler-Comeback in den achtziger Jahren mit verantwortlich. Lutz war beim Zusammenschluss zwischen Daimler-Benz und Chrysler ausgeschieden und hatte den Batteriehersteller Exide geleitet.

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