Automobilindustrie : Toyota ruft 1,5 Millionen Autos zurück

Die beispiellose Pannenserie des Autokonzerns Toyota setzt sich fort. Toyota muss erneut weltweit 1,5 Millionen Autos in die Werkstätten zurückrufen. In Deutschland sind aber nur nur 4 600 Lexus betroffen.

Tokio/Köln/Torrance - Toyota ruft erneut weltweit rund 1,5 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Damit setzt sich die beispiellose Pannenserie des japanischen Autobauers fort. Anlass sind aktuell Probleme mit dem Brems- und dem Kraftstoffsystem bei der Toyota-Luxusmarke Lexus. Dies bestätigte ein Toyota- Sprecher am Donnerstag in Köln.

In Deutschland kann nach seinen Angaben bei insgesamt 4 593 Fahrzeugen der Baureihen Lexus GS, IS und RX im Extremfall die Bremswirkung aussetzen. Grund ist ein mögliches Leck an der Manschette des Hauptbremszylinders. Betroffene Halter würden per Post über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) benachrichtigt. In dem Brief werden die Halter in eine Vertragswerkstatt gebeten, um den möglichen Defekt beheben zu lassen. Sobald ein Warnlämpchen im Cockpit leuchtet, sollte sich der Fahrer jedoch direkt in die nächste Werkstatt begeben, obwohl dann noch rund 2 000 Mal gebremst werden könne. Die Reparatur sei kostenlos und dauert dem Sprecher zufolge im günstigsten Fall rund zwei Stunden. Neben Problemen mit dem Bremssystem könne es bei 1 270 der in Deutschland betroffenen Lexus GS außerdem Defekte mit der Benzinpumpe geben. Unfälle im Zusammenhang mit dem freiwilligen Rückruf habe es weltweit bislang nicht gegeben.

Der Rückruf betrifft weit überwiegend Amerika und Japan: Alleine in den USA sind 740 000 Autos betroffen, in Japan sind es rund 600 000. Neben den Lexus-Modellen sind weltweit zudem die Toyota-Modelle Crown, Kluger, Harrier, Alphard, Majesta, MarkX, Highlander, Avalon und Reiz betroffen.

Toyota musste Anfang 2010 weltweit mehr als acht Millionen Autos wegen technischer Probleme zurückrufen. Durch die US-Medien geisterten Horrorgeschichten von tödlichen Unfällen. Im Nachhinein stellte sich allerdings heraus, dass der überwiegende Teil der Unglücke auf das Konto der Fahrer ging. dpa

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